Bananen in der Schwangerschaft

Banane ist unser zweitliebstes Obst nach dem Apfel und Generationen von Müttern verwöhnen ihre Kinder mit ihr – sie gilt hierzulande als genauso lecker wie gesund. Schwangeren wird von Zeit zu Zeit jedoch davon abgeraten: Sie soll beispielsweise für einen trägen Darm sorgen.

In der Schwangerschaft bekommst du natürlich viele gut gemeinte Ratschläge. Wenn du zu den Liebhaberinnen der Banane zählst, willst du natürlich wissen, was es mit den Gerüchten und Mythen rund um die gelbe Frucht auf sich hat.

Sind Bananen in der Schwangerschaft gesund?

Ja, als Schwangere kannst deinem Appetit auf Bananen vertrauen. Sie beinhalten viele wichtige Vital- und Mineralstoffe und unterstützen dich und dein Kind. Bananen sind mit rund 100 kcal pro 100 Gramm aber auch sehr energiereich.

Vor allem reife Bananen – mit den braunen Flecken an der Schale – sind sehr gut verdaulich, haben aber einen hohen Zuckergehalt.

Drei Gründe für Bananen in der Schwangerschaft

Deutschland zählt, knapp hinter den USA, zu den größten „Bananenrepubliken“: Wir genießen durchschnittlich 13 kg pro Person und Jahr und sind der zweitgrößte Bananenimporteur weltweit.

Damit beweisen wir nicht nur unseren guten Geschmack, sondern auch unseren Sinn für gesundheitsbewusste Ernährung. Von den zahlreichen positiven Wirkungen der Banane kannst in der Schwangerschaft vor allem von diesen drei profitieren:

  • Vitalstoffreich: Ihre Vitamine und Mineralien fördern deinen Stoffwechsel sowie dein Immunsystem und sind wichtig für die Entwicklung eines Kindes
  • Stimmungssaufheller: Sie enthält die Aminosäure Tryptophan, die von deinem Körper in Serotonin umgewandelt wird – damit trägt sie sowohl zu der Stimmung als auch guten Schlaf bei
  • Verdauungsfördernd: Entgegen den Gerüchten enthalten Bananen viele Ballaststoffe, die deine Darmtätigkeit während der Schwangerschaft in Schwung bringen

Die gelbe Frucht ist besonders empfehlenswert bei fleischarmer Ernährung. Sie liefert dir neben den vielen Mineralien, die verstärkt im Fleisch vorkommen, vor allem wichtige Vitamin B-Komplexe. Nicht zu vergessen ist, dass ihr Vitamin C das Immunsystem stärkt und das enthaltene Eisen vorbeugend gegen Schwangerschaft-Anämie wirkt.

Ein weiterer Grund für Bananen sei, dass sie die Wahrscheinlichkeit eines männlichen Nachwuchses fördere – so zumindest ein häufiges Gerücht, das in den letzten Jahren im Internet kursiert. In dem Fall solltest du allerdings nicht jedem Gerücht vertrauen.

Zum einen wird das Gerücht nur durch eine einzige Befragungsstudie von 740 Frauen belegt und zum anderen zählen Glück und Gesundheit des Kindes mehr als sein Geschlecht.

Darauf solltest du bei Bananen während der Schwangerschaft achten

Die wichtigsten Exportländer von Bananen sind Ecuador, Costa Rica und Kolumbien und legen einen weiten Weg zurück. Glücklicherweise zählen die Bananen zu den nachreifenden Früchten: Sie sind bei der Ernte grün und reifen, bis sie in unserem Obstkorb landen.

Der Reifegrad ist auch das wichtigste Kriterien auf das du während der Schwangerschaft achten kannst. Hier scheiden sich aber die Geister:

  • vollreife Bananen mit braunen Schalen sind süßer, besser verdaulich, beinhalten mehr Antioxidantien und haben einen matschige Konsistenz
  • feste Bananen mit rein gelber Schale sind bissfest, schmecken herber und beinhalten mehr Kohlenhydrate

In Bezug auf schädliche Inhaltsstoffe kannst du allen Bananen vertrauen. Auch die Früchte aus der Intensiv-Landwirtschaft, in der viele Pestizide und Herbizide eingesetzt werden, sind in der Regel nur außen an der Schale belastet.

Das Fruchtfleisch ist auch bei intensivem Schutzmitteleinsatz nur sehr gering belastet und du kannst es ohne Bedenken genießen. Wichtig ist allerdings vor allem in der Schwangerschaft, dass du die Schalen von herkömmlichen Bananen nicht zum Kochen & Backen benutzt.

Sind Bio-Bananen in der Schwangerschaft besser?

Aus gesundheitlichen Gründen unterscheiden sich Bio-Bananen nicht von herkömmlichen. Bioprodukte bieten hier in erster Line ökologische Vorteile. Die Nachfrage nach Bananen ist weltweit sehr groß und wird aufgrund des großen Preisdrucks meist durch Intensiv-Plantagen gedeckt.

Trotz der geringen gesundheitlichen Unterschiede steigt die Nachfrage an Bio-Bananen. Der Grund dafür liegt im nachhaltigen Konsumentenbewusstsein. Zum einen ist der ökologische Fußabdruck von Bio-Bananen, auch durch nachhaltigeres aber aufwendiges Bewässerungsmanagement, geringer. Zum anderen geht es um die Arbeitsbedingungen der Plantagen-Mitarbeiter.

Für deine Gesundheit in der Schwangerschaft macht es keinen Unterschied, ob du herkömmliche, Bio- oder Fair-Trade-Bananen bevorzugst. Du kannst in diesem Fall frei nach deinen eigenen Kriterien handeln.

Unabhängig davon, kaufe ich aus persönlichen Gründen jeweils Bio-Bananen =)

Diese Bananensorten bereichern deine Schwangerschaft

Wenn wir an Bananen denken, dann haben wir das typische gebogene, gelbe Obst vor Augen. Dabei handelt es sich aber in der Regel um nur eine der zahlreichen unterschiedlichen Bananensorten – die Cavandish, die genauso robust wie wohlschmeckend ist.

Ein Blick über unseren europäischen Tellerrand hinaus zeigt allerdings die Vielfalt mit zum Beispiel:

  • Apfelbananen sind zierlicher als die uns bekannten und haben ein angenehmes süß-säuerliches Aroma, das gleichermaßen an Äpfel und Feigen erinnert
  • Babybananen sind klein, dünnhäutig und überzeugen durch den außergewöhnlich süßen Bananengeschmack
  • Die rote Banane ist auch hierzulande öfter zu finden und kann durch ihren Geschmack als auch ihre Ästhetik überraschen

Vor allem in Südamerika und Asien haben Bananen ein wesentlich breiteres Erscheinungsbild. Durch engagierte Importeure steigt auch hierzulande die Angebotsbreite und du solltest deiner Abenteuerlust nachgeben, wenn du im Feinkostladen deines Vertrauens ein entsprechendes Angebot findest.

Für uns gehören Bananen in der Regel zu den Dessert-Früchten. Aber auch hier haben andere kulinarische Traditionen mit der Kochbanane eine interessante Erweiterung. Diese Sorte kann nicht roh gegessen werden und ist auch gebraten nicht süß sondern herb. Da sie allerdings genauso viele essenzielle Vitalstoffe mitbringen, sind Kochbananen eine gesunde Alternative zu Kartoffeln oder Reis.

Bananen als optimale Babynahrung

Unsere klassischen Dessert-Bananen sind vor allem im reifen Zustand sehr gut verdaulich. Daher und aufgrund ihrer vielen Vitalstoffe eignen sie sich besonders gut für den ersten Babybrei ab etwa dem fünften Lebensmonat.

Wenn dein kleiner Liebling damit beginnt, sich auch für dein Essen zu interessieren, kann der eine oder andere Klecks Bananenbrei die Neugierde befriedigen. Die Kleinen lernen dann schrittweise ihre Zunge nicht nur für das rhythmische Saugen sondern auch das Transportieren von Brei zu gebrauchen.

Bananen sind auch aufgrund ihres Geschmacks für Babys empfehlenswert. Sie harmonieren sehr gut mit anderen Früchten. Erdbeer, Birnen und Apfel sind dafür genauso geeignet wie Karotten oder Couscous. Auch Nuss- oder Mandelmuss passt in kleinen Mengen hervorragend.

Entgegen früherer Lehrmeinungen sollten Babys auch mit allergie-verdächtigen Lebensmitteln in Berührung kommen.

Fazit: Bananen unterstützen dich in der Schwangerschaft

Wenn dein Appetit ausgerechnet Bananen verlangt, dann ist das ein gutes Beispiel dafür, dass du deinem eigenen Gusto vertrauen kannst.

Auch wenn der eine oder andere gut gemeinte Ratschlag anderes behauptet, die gelbe Dessert-Frucht bietet dir viele wichtige Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Sie fördern deinen Stoffwechsel, die Entwicklung eines Kindes und dein Wohlbefinden gleichermaßen.

Es sind aber nicht nur die Vitalstoffe, die gutes Essen ausmachen. Geschmack und Vielfalt sind für deine Gesundheit genauso wichtig. Hier bietet dir die Banane besonders viel Flexibilität. Ein Schoko-Banane-Quark-Dessert oder glasierte Honig-Bananen zum Nachtisch sind ebenso ein Beweis dafür, wie ein leckeres Kürbis-Bananen-Curry als Hauptgericht.

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