Bratwurst in der Schwangerschaft

Die klassische Bratwurst, einerlei ob mit Sauerkraut, Pommes oder Senf pur, ist wohl der beliebteste deutsche Beitrag zur globalen Fast Food Kultur. In der Schwangerschaft gehört sie zu den begehrtesten Speisen, wenn das Verlangen nach Deftigem die Oberhand gewinnt.

Wenn dir in der Schwangerschaft der Sinn nach Wurst steht, ist die Frage naheliegend, ob du deinem Appetit in diesem Fall vertrauen kannst. Kann eine Bratwurst frisch vom Grill für dich und dein Kind eine Gefahr sein?

Ist die Bratwurst in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja, du darfst in der Schwangerschaft Bratwurst essen; Bratwürste werden heiß genossen, liefern damit keine Infektionsrisiken und gehören somit also zu den erlaubten Lebensmitteln in der Schwangerschaft. Sie bieten dir vor allem Energie in Form von tierischem Eiweiß und Fett.

Mit rund 300 kcal pro 100 Gramm zählen sie zu den deftigen Speisen auf unseren Tellern und sind als Teil einer ausgewogenen Ernährung willkommen.

Bratwurst-Variationen bieten Abwechslung in der Schwangerschaft

Auch wenn Amerikaner einfach nur „die Bratwurst“ erkennen, wenn sie auf den Grill unserer Wurstbuden sehen, wissen wir es besser: Keine Bratwurst gleicht der anderen und jeder von uns hat seine Lieblingswurst.

Bei akuten Gelüsten in der Schwangerschaft werden dir die feinen Unterschiede möglicherweise noch nicht so wichtig sein. Spätestens nach dem ersten Bissen wirst du allerdings den Variantenreichtum der Bratwurst zu schätzen wissen:

  • grob oder fein
  • roh oder gebrüht
  • speziell gewürzt
  • vom Schwein, Kalb, Pute oder vegan

Zugegeben, eine vegane Bratwurst wird wohl nicht der erste Gedanke sein, wenn du in der Schwangerschaft den Weg zur nächstgelegenen Imbissbude suchst. Sie sind auch noch ziemlich selten und meist teuer im Vergleich zu traditionellen Würsten.

Sie können aber eine interessante Alternative sein, wenn du vor dem Vital-Regal deines Feinkostladen stehst. Sie überzeugen mittlerweile durch ihren Geschmack und aufgrund ihres niedrigen Kalorien- und Cholesterin-Gehalts.

Aber auch im traditionellen Angebot ist die Bratwurst mehr als nur eine Bratwurst. Im deutschsprachigen Mitteleuropa findest du sie in erster Linie als Brühwurst mit Fleisch vom Schwein oder Kalb.

Brühwürste werden unmittelbar nach der Herstellung gekocht, um sie haltbar zu machen. Dabei gerinnt das Muskeleiweiß und es entsteht die typische feste, feine Struktur.

Es gibt aber auch sehr leckere Roh-Bratwürste, deren Fleisch meist etwas gröber aus dem Fleischwolf kommt. Sie sind nicht lange haltbar und müssen rasch verbraucht werden. Die Liste der weiteren Zutaten ist bei rohen und gebrühten Würsten aber immer ein Geheimnis des Metzgers.

Salz, Pfeffer und Majoran sind die Fixstarter bei den Gewürzen. Darüber hinaus entscheidet vor allem das richtige Verhältnis von Zucker, Muskat, Chili oder Limettensaft. Sie liefern das Besondere, das deine Heißhungerattacke in der Schwangerschaft zu einem geschmacklichen Erlebnis machen kann.

Regionale Bratwürste für alle Schwangerschaftsgelüste

Wurst, Brot und Käse sind in unseren Breiten nicht nur Grundnahrungsmittel, sie sind auch meist der Anlass für kulinarischen Regionalstolz – so auch bei der Bratwurst. In der besonderen Zeit deiner Schwangerschaft hast du damit eine gute Auswahl für deinen wechselnden Appetit:

  • Nürnberger Rostbratwurst ist wohl die bekannteste Grillwurst mit einer langen Tradition. Sie wird aus Schweinefleisch hergestellt und vor dem Brühen im Schafsdarm abgefüllt. Traditionell wird sie sowohl im „Weggla“ (Brötchen) als auch mit Kraut serviert.
  • St. Galler Bratwurst gehört bei Gourmets zu dem besonderen Delikatessen aus Kalbsfleisch. Aber nicht alle halten sich an die Vorgaben der Ostschweizer Esskultur: Die gebrühte Kalbsbratwurst wird hier ohne Senf genossen.
  • Thüringer Rostbratwurst ist eine der wenigen Roh-Bratwürste. Sie ist etwas gröber und auch aus Schweinefleisch im Naturdarm hergestellt. Die traditionellen Rezepturen, oft mit Kümmel oder Knoblauch, gehen bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Einerlei auf welche Bratwurst-Spezialität du in deiner Schwangerschaft Gusto hast, du kannst deinem Appetit vertrauen. Eine dauerhafte Bratwurst-Diät ist dennoch nicht empfehlenswert.

Auch wenn du auf ausreichend Gemüse und Obst achtest, solltest du bedenken, dass eine Portion Bratwurst mit Pommes schon mal die Hälfte deines Kallorienbedarfes an einem Tag abdecken kann.

Wenn du sie im Backofen zubereitetest, kannst du auf Öl verzichten und damit natürlich Kalorien sparen. Darüber hinaus solltest du noch einige Aspekte beim Einkauf und der Zubereitung beachten.

Daran erkennen Schwangere eine gute Bratwurst

Wenn die Lust nach Deftigem in der Schwangerschaft deine Entscheidungen beeinflusst, dann kann auch eine Packung Bratwurst aus dem Supermarktregal eine gute Lösung sein.

Die Produkte können oft mit dem Geschmack einer durchschnittlichen Metzger-Wurst mithalten. Sie beinhalten aber meist viele Konservierungsstoffe, die von Fall zu Fall Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Übelkeit auslösen können.

Die bessere Wahl ist natürlich eine frische Wurst vom Fleischer deines Vertrauens. Beim Einkauf solltest du jedenfalls darauf achten, dass die Würste frisch sind. Vor allem rohe Bratwürste, die noch nicht gebrüht wurden, sollten beim Verkauf nicht älter als einen Tag sein. Das kannst du aber bei professionellen Handwerksbetrieben grundsätzlich voraussetzen.

Eine Wurst, die bereits einen süßlich-sauren Geruch hat, solltest du auf jeden Fall meiden. Auch wenn die Ware noch nicht riecht, aber bereits einen schleimigen Film aufweist, solltest du einen Bogen darum machen.

Die Farbe ist aber meist kein guter Hinweis. Einige der besten Roh-Bratwürste verbergen ihren guten Geschmack hinter einem blassgrauen Aussehen.

Sofern du eine frisch erstandene Bratwurst nicht sofort verbrauchst, kannst du sie im Kühlschrank ein oder zwei Tage aufbewahren. Für eine längere Lagerung ist das Gefrierfach der richtige Ort.

Bei der Zubereitung solltest du darauf achten, jede Bratwurst gut durch zu braten. Damit kannst du dich am besten vor Infektionen schützen, die für dich in der Schwangerschaft riskant sind. Das gilt insbesondere für Rohwürste, die nicht vorgegart sind.

Sind Bratwürste kindgerechte Lebensmittel?

Wenn es nach den Kleinen geht, dann gehören Bratwürste wohl zu jeder Mahlzeit – fast alle Kinder lieben sie. Sie sind auch grundsätzlich unbedenklich und für Kinder ab dem ersten Lebensjahr, die beginnen am gemeinsamen Familienessen teilzuhaben, geeignet.

Die gesündeste Mahlzeit sind Bratwürste allerdings nicht. Fleisch und Wurst enthalten in erster Linie gesättigte Fettsäuren, die den Stoffwechsel der Kinder und Babies nicht optimal unterstützen. Ungesättigte Fettsäuren von Fisch und Pflanzen können die Entwicklung deines Kleinen besser fördern.

Für Kinder unter sechs Jahren gelten daher zwei bis drei Portionen Fleisch oder Wurst pro Woche als ausreichend. Vor allem in den ersten Lebensjahren bilden Kinder auch die Geschmacks-Basis für ihr weiteres Leben. Eine ausgewogene Ernährung sollte daher von Beginn an am Speiseplan stehen.

Bratwurst in der Schwangerschaft: klassisch, lecker, unbedenklich!

Bratwurst, Brezeln und Sauerkraut gelten als die klassischen deutschen Lebensmittel. Egal was du von nationalen Klischees hältst, die Kombination wird auch von vielen Feinschmeckern als gelungen angesehen. In der Schwangerschaft kannst du jedenfalls deinem gelegentlichen Appetit auf Bratwurst getrost folgen.

Die beliebte Wurst kann aber wesentlich variantenreicher sein und dir bei wechselnden Gelüsten beistehen. Eine Bratwurst-Kartoffel-Pfanne mit Gemüse oder eine grobe Bratwurst in Senf-Sahne-Sauce mit Pasta wirst du zwar im Imbiss um die Ecke nicht finden, sie schmecken allerdings ausgesprochen lecker – und das nicht nur in der Schwangerschaft

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