Zwiebeln in der Schwangerschaft

Sind Zwiebeln in der Schwangerschaft erlaubt? Zwiebeln sind in der Schwangerschaft ausdrücklich erlaubt. Gleich, ob gekocht, gebraten, frittiert oder roh – Du kannst in der Schwangerschaft so viele Zwiebeln essen, wie Du möchtest. Auch bei Heißhungerattacken kannst Du Deinem Appetit nachgeben.

Diese „Gelüste“ sind völlig natürlich und sind ein schlauer Trick der Natur. Dein Körper signalisiert Dir damit nur, dass er bestimmte Nährstoffe benötigt.

Vorsicht bei Zwiebelunverträglichkeit

Die einzige Ausnahme besteht natürlich dann, wenn Du Zwiebeln nicht gut verträgst. Das ist dann der Fall, wenn Du empfindlich auf die sogenannten „Fruktane“ reagierst. Diese Kohlenhydrate können unter Umständen zu Magenverstimmungen oder Blähungen führen.

Aber hier hat die Natur Gegenmittel im Angebot: Kümmel und Ingwer sowie Fencheltee sind perfekte Hausmittel gegen diese unangenehmen Nebenwirkungen. Alternativ kannst Du auch auf Lauchzwiebeln zurückgreifen. Diese sind milder und bekömmlicher.

Einfluss von Fruktanen in der Zwiebel auf Schwangere

Fruktane können sich aber auch positiv auf Deinen Magen-Darmtrakt auswirken. Da das Schwangerschaftshormon Progesteron neben der Gebärmutter auch die Darmmuskulatur entspannt, sind Darmtätigkeit in der Schwangerschaft keine Seltenheit.

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Mit Zwiebeln kannst Du Dich daher nicht nur mit wertvollen Vitalstoffen versorgen, sondern auch die Peristaltik Deines Darms anregen.

Wenn Du Zwiebeln vor Deiner Schwangerschaft gut vertragen hast, dann sind sie auch in der Zeit der „anderen Umstände“ meist unproblematisch. Mitunter kann der Geruch von Zwiebeln oder anderen intensiv riechender Lebensmittel Übelkeit provozieren.

Dieses Phänomen ist typisch für die ersten drei Monate der Schwangerschaft, da sich Dein Körper während dieser Zeit umstellt. Spätestens ab dem vierten Schwangerschaftsmonat hat sich Dein Körper in der Regel angepasst und die Symptome gehören der Vergangenheit an.

Wenn Du unsicher bist, solltest Du anfangs kleine Mengen konsumieren und auf die Reaktionen Deines Körpers achten. Wenn Du Zwiebeln gut verträgst – Dann guten Appetit!

Was Du beim Verzehr von Zwiebeln während der Schwangerschaft beachten solltest

Obst und Gemüse wie Zwiebeln können in der Schwangerschaft bedenkenlos konsumiert werden. Die einzige Gefahr besteht beim Verzehr von Rohkost, da diese mit Listerien oder Toxoplasmen belastet sein kann. Die Gefahr kann aber gebannt werden, wenn die Produkte gründlich gewaschen und frisch zubereitet werden.

Bei Zwiebeln ist die Belastung im Vergleich zu anderen Gemüsesorten minimal. Die Natur hat die Zwiebel gut verpackt, so dass Keime und Bakterien bereits beim Schälen beseitigt werden. Wenn Du bei der Zwiebel neben der äußeren Schale noch eine zusätzliche Schicht entfernst und die Knolle gründlich wäschst, besteht definitiv keine Gefahr mehr.

Wenn Du Zwiebeln dünstest oder brätst bist Du ebenfalls auf der sicheren Seite, denn bei Temperaturen über 70 Grad werden alle Keime und Bakterien abgetötet. Im Unterschied dazu können sich Listerien und andere Übeltäter bei kühlen Temperaturen vermehren.

Wenn von Deinem Salat mit Zwiebeln etwas übrig bleibt und Du die Reste im Kühlschrank aufbewahrst, solltest Du nicht mehr davon naschen. Gekochte Gerichte wie Gemüsepfanne oder Zwiebelsuppe solltest Du vor dem Verzehr nochmals erhitzen.

Knolle mit viel Inhalt

Zwiebeln sind ausgesprochen gesund. Das wussten bereits unsere Vorfahren, die die Küchenzwiebeln bereits vor 5000 Jahren als Heil- und Gemüsepflanze kultiviert haben. Im antiken Rom gehörten Zwiebeln zu den Grundnahrungsmitteln und im Mittelalter fehlten sie an keiner Tafel.

In der Tat haben es Zwiebeln in sich. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten Zwiebeln Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe von denen Du und Dein Baby insbesondere in der Schwangerschaft profitieren könnt.

Neben dem Vitamin C, B-Vitaminen und Mineralien wie Kalium enthalten sie Antioxidantien und Schwefel-Verbindungen, die zu den wertvollsten Vitalstoffen der Zwiebeln zählen.

Vitamin B6

Dieses Vitamin ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt und übernimmt im Körper wichtige Aufgaben. Dazu zählen die Umwandung von Eiweißstoffen und der Aufbau von Nervenverbindungen, was besonders in der Schwangerschaft von Bedeutung ist.

Darüber hinaus reguliert es die Hormonproduktion und kräftigt Dein Immunsystem und das Deines Babys.

Aber das Vitamin kann noch mehr: Wenn Du unter Schwangerschaftsübelkeit leidest, kann Vitamin B6 diese Symptome mildern oder ganz beseitigen. Jüngste Studien haben ergeben, dass die Frauen, die besonders von Übelkeit geplagt werden, einen signifikanten Vitamin-B6-Mangel aufweisen. Sobald dieser Mangel ausgeglichen wird, lassen auch die Symptome nach oder verschwinden ganz.

Vitamin C

Zwiebeln haben mit 7,4 mg pro 100 Gramm einen hohen Anteil an Vitamin C. Da Dein Baby noch nicht in der Lage ist, dieses Vitamin zu speichern, kannst Du sein Depot mit einem schmackhaften Zwiebelgericht auffüllen. Vitamin C stärkt nicht nur sein Immunsystem, sondern unterstützt es auch beim Aufbau seiner Knochen und Zähne.

Aber auch Du kannst von dem Vitamin C profitieren: Es verbessert Dein Hautbild und wirkt sich positiv auf Deinen Cholesterinspiegel aus. Zwiebeln sind daher für Euch beide während der Schwangerschaft und Stillzeit ein ausgezeichneter Vitaminspender.

Kalium

Dieses Mineral solltest Du während der Schwangerschaft im Blick haben, denn es ist eine ausgezeichnete Prävention gegen erhöhten Blutdruck. Kalium reguliert Deinen Elektrolythaushalt, was sich positiv auf den Wasserhaushalt und Deinen Blutdruck auswirkt.

Da in der Schwangerschaft das Risiko für erhöhten Blutdruck steigt, kannst Du mit Zwiebeln und anderen kaliumreichen Gemüsesorten dafür sorgen, dass Du erst gar nicht Nähe bedenklicher Grenzwerte kommst.

Leider gehen viele Vitalstoffe wie das Vitamin C beim Erhitzen verloren. Wenn Du rohe Zwiebeln gut verträgst, solltest Du sie ab und an unter Deinen Salat mischen.

Noch ein Tipp: Wenn Du eisenhaltige Produkte verarbeitest wie Rucola oder Rotkohl, kannst Du mit Zwiebeln die Aufnahmefähigkeit des Eisens erhöhen.

Zwiebeln während der Stillzeit?

Nach der Geburt erweitert sich zwar Dein Speisezettel, dennoch musst Du Dich mitunter etwas einschränken. Das gilt insbesondere für Lebensmittel, die Blähungen verursachen können. Da Dein Baby nicht nur Deine Haarfarbe oder Dein Temperament von Dir geerbt hat, sondern auch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, könnte es auf Zwiebeln empfindlich reagieren.

Wenn Du Zwiebeln während Deiner Schwangerschaft gut vertragen hast, dann sollten sich auch bei Deinem Nachwuchs keine Beschwerden einstellen. Generell empfiehlt es sich, wenn Du mit kleinen Mengen die Wirkung testest. Wenn ihr beide Zwiebeln gut vertragt – dann lasst es Euch schmecken!

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