Panna Cotta in der Schwangerschaft: Süße Verführung oder verboten?

Ist Panna Cotta in der Schwangerschaft erlaubt? Da Panna Cotta aus pasteurisierter Sahne hergestellt wird, ist das Dessert auch in der Schwangerschaft erlaubt. Daher können sich Schwangere von dem süßen Dessert verführen lassen.

Panna Cotta ist auch in der Schwangerschaft erlaubt

Panna Cotta ist eine cremige Nachspeise, die im 10. Jahrhundert im Piemont erfunden wurde. Die süße Verführung wird traditionell aus gekochter Sahne und Zucker hergestellt und mit Vanille verfeinert.

Heute wird Panna Cotta in der Regel mit Gelatine stabilisiert.

Mit Panna Cotta, was übersetzt „gekochte Sahne“ bedeutet, bist Du gleich doppelt abgesichert. Die Süßspeise wird aus pasteurisierter Sahne hergestellt, die bei der Weiterverarbeitung nochmals erhitzt wird.

Beim Erwärmen wird Krankheitserregern wie Listerien mehrfach richtig eingeheizt. Panna Cotta kannst Du daher auch in der Schwangerschaft schlemmen.

Panna Cotta wird vom Handel meist in 150 Gramm-Bechern angeboten. Diese Portionsgröße ist perfekt für einen Nachtisch.

Wenn von Deiner leckeren Panna Cotta dennoch etwas bleibt, dann solltest Du den Becher gut verschließen und zeitnah verzehren.

Darfst Du Panna Cotta auch außer Haus essen?

Hast Du ein Lieblingsrestaurant, das eine unnachahmliche Panna Cotta auf der Speisekarte hat? Während der Schwangerschaft solltest Du Panna Cotta der Vorsicht halber nicht außer Haus genießen.

In Restaurants und Cafés wird Panna Cotta in der Regel in der eigenen Küche hergestellt. Wenn die Panna Cotta längere Zeit im Kühlschrank gelagert wird, besteht die Gefahr einer Kontamination mit Keimen und Bakterien.

Es ist keine Frage der Hygiene, denn offene Ware stellt immer eine Einladung für Bakterien dar. Auch wenn die Panna Cotta noch so verführerisch aussieht, solltest Du ein anderes Dessert wählen.

Neben eines möglichen Bakterienbefalls kann in hausgemachter Panna Cotta noch eine andere Gefahr lauern, die Deinem Baby schaden kann: Viele Rezepturen enthalten Alkohol, den Du in der Schwangerschaft meiden solltest.

Ist Gelatine in der Schwangerschaft bedenklich?

Gelatine ist ein klassisches Geliermittel, das der Panna Cotta seine Festigkeit verleiht. Sie ist ein Gemisch aus tierischen Proteinen in Form von Kollagenen, das aus dem Bindegewebe von Schweinen und Rindern hergestellt wird.

Dieses Produkt enthält daher keine Substanzen, die Deinem Baby schaden können. Gelatine hat sogar eine hohe Bioverfügbarkeit und ist leicht verdaulich.

Du möchtest tierische Produkte meiden? Wenn Du Panna Cotta in der heimischen Küche zubereitest, kannst Du alternativ Guarkernmehl oder Agar-Agar verwenden.

Vorsicht Zucker vor dem Zucker im Panna Cotta

Panna Cotta enthält Zucker – und das nicht zu knapp! So enthält eine Portion von 150 Gramm etwa 21 Gramm Zucker. Das sind etwa 7 Zuckerwürfel.

In der Schwangerschaft wirst Du besonders auf Deine Ernährung achten. Das bedeutet aber nicht, dass Du in völliger Askese leben musst. Wenn Du Appetit auf Süßes hast, darfs Du auch einmal schwach werden und Dich von einer Panna Cotta verführen lassen.

Panna Cotta sollte aber nicht all zu oft auf Deinem Speisezettel stehen. Zucker kann die Entwicklung der Plazenta stören, was schlimmstenfalls zu einer Mangelversorgung Deines Babys führt.

Zucker gelangt direkt in den Kreislauf Deines Babys. Bei einem übermäßigen Konsum wird der Zucker in Form von Fett eingelagert. In der Folge kann Dein Baby zu viel an Gewicht zunehmen.

Wie gesund ist Panna Cotta für Schwangere?

Süße Schleckereien wie Panna Cotta zählen nicht zur Kategorie „Gesundheitskost“. Im Vergleich zu anderen Naschereien wie Gummibärchen oder Schokocreme hat Panna Cotta dennoch auch (einige wenige) gesunde Inhaltsstoffe wie Proteine und B-Vitamine.

Proteine bestehen aus Aminosäuren, aus denen unsere Zellen aufgebaut sind. Aminosäuren sind daher für die Zellteilung und für das Zellwachstum unerlässlich.

Da sich Dein Baby aus einer kleinen Eizelle entwickelt, freut es sich, wenn es über die Mama mit Proteinen versorgt wird.

B-Vitamine übernehmen in Deinem Organismus viele wichtige Aufgaben. Sie sind wie kleine Zahnräder, die maßgeblich dazu beitragen, dass im Körper alles „rund läuft“.

In der Schwangerschaft regulieren B-Vitamine wie B1 und B6 auch die „überschießende“ Hormonproduktion. Sie tragen daher zu Deinem Wohlbefinden bei.

Einige Vitamine der B-Gruppe sorgen auch dafür, dass sich Nerven, Gehirn und die Organe Deines Babys gesund entwickeln. Andere wiederum kräftigen sein Immunsystem.

Für deine Gesundheit tust du aber natürlich mehr, wenn du Obst oder Gemüse isst.

Dürfen Kleinkinder Panna Cotta essen?

Viele Kinder lieben cremige und süße Speisen. Panna Cotta solltet Du Deinem Nachwuchs aber frühestens ab dem ersten Lebensjahr anbieten.

Kleinkinder können Proteine noch nicht optimal verwerten und stellen für den kleinen Organismus eine Belastung dar. Die Proteine, die Kinder benötigen, erhalten sie über die Muttermilch.

Neben dem Protein ist der hohe Zuckeranteil problematisch. Wenn Kinder zu viele süße Schleckereien konsumieren, werden sie auf Zucker „programmiert“ und werden diese Gewohnheit meist auch im Erwachsenenalter beibehalten.

Die Zutaten der Panna Cotta können auch den Grundstein für Übergewicht legen. Dazu gehören nicht nur Fett und Zucker, sondern auch Proteine.

Wenn Kleinkinder zu viel Protein zu nehmen, haben sie oft eine Prädisposition, später zu viele Pfunde zu zulegen.

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm Panna Cotta

Kalorien 165
Fett 11,5 g
Protein 5,1 g
Kohlenhydrate 14,5 g
davon Zucker 14 g
Vitamin A 0,01 mg
Vitamin E 0,01 mg
Vitamin B1 0,01 mg
Vitamin B2 0,04 mg
Vitamin B6 0,01 mg
Vitamin B12 0,1 μg

Phosphor 16,3 mg
Schwefel 5,2 mg
Kalium 26,4 mg
Magnesium 2,1 mg
Calcium 21 mg