Unser Beikost-Guide: was man so braucht wenn das Baby anfängt zu essen (außer Gelassenheit und einer Waschmaschine)

Geht’s bei euch los mit der Beikost und ihr habt noch keine Ahnung, was man dafür eigentlich braucht? Dann schaut euch jetzt unseren Beikost-Guide an!

Mit Babys und Kleinkindern ist es ja so: du denkst, du hast es so langsam raus und dann wird wieder alles über den Haufen geworfen. Erst war Stillen das Hot Topic. Wie, wann, wo, wie oft und wie mache ich das eigentlich, wenn am nächsten Tisch im Café so’n komischer Typ sitz? Für alles gab’s dann irgendwann doch eine Lösung.

Und dann kam plötzlich das Thema Beikost auf den Tisch.

In meinem dauerübermüdeten-stilldementen Zustand kam mir das richtige Timen von Schläfchen, Stillen und Brei füttern manchmal vor wie einer von diesen miesen Fangfragen, mit denen ich bei meinen ersten Vorstellungsgesprächen gequält wurde (zum Beispiel: „wie schwer ist Manhattan“ oder „wie viele Babys gibt es in Deutschland“ – zumindest diese Frage könnte ich heute wohl etwas besser beantworten).

Aber, auch bei diesem Thema, haben wir uns nach ein paar Wochen Übung schon fast wieder wie alte (Beikost)-Hasen gefühlt. Und irgendwie macht es ja auch Spaß, wenn immer wieder etwas Neues auf uns zu kommt auf dieser bunten Reise namens Leben mit Kindern.

Damit es in eurem Kopf vielleicht ein bisschen weniger brummt, haben wir euch hier eine Liste an Dingen zusammengestellt, die man gut gebrauchen kann, wenn die Kleinen auf einmal mit am Tisch sitzen.

Ein paar Dinge sind besonders gut geeignet für den Beikoststart, aber die meisten der Sachen benutzen wir immer noch fast täglich.

Zum Thema empfehlen wir dir noch folgende weitere Artikel von uns:

Das beste Obst zum Beikoststart
Das beste Gemüse zum Beikoststart

Ladet euch kostenlos unsere Beikost-Checkliste runter und erhaltet viele einfache Tipps und Rezepte für den Beikoststart: mampfbar.de

Als kleine Gedankenstütze, kannst du dir hier direkt unsere Checkliste für den Beikoststart runterladen.

1.) Aufschlauen: diese zwei Bücher sind super!

Uns haben zwei Bücher sehr gut gefallen. Das erste ist „Lotta lernt essen“ von Edith Gätjen (Link führt zu Amazon.de, Affiliatelink, d.h. beim Kauf erhalten wir ohne zusätzliche Kosten für dich eine kleine Provision; dies gilt auch für die weiteren Links).

Es ist zum einen sehr einfach geschrieben, sodass ich es auch noch am Abend mit müdem Kopf lesen konnte und es trotzdem gut verstanden habe.

Ich mochte besonders den Part, indem verschiedene Szenarien beschrieben werden, warum ein Baby nichts isst und was die Ursache sein könnte. Am Anfang ist man ja häufig ziemlich ratlos und für qualifizierten Input sehr dankbar. Falls ihr mit Brei starten möchtet, enthält es auch ein paar einfache Grundrezepte. Weitere tolle Breirezepte für den Beikoststart findest du hier.

Wenn ihr eher an Baby led weaning interessiert seid, empfehle ich das Buch “Einmal breifrei, bitte“ *von Loretta Stern & Eva Nagy. Auch dieses Buch ist sehr locker und unkompliziert geschrieben mit sehr nahbaren Tipps, die aber trotzdem gut fundiert erscheinen.

Was mir an diesem Buch gut gefallen hat, ist, dass die Autorinnen das Thema Baby led weaning oder eben breifreie Beikosteinführung nicht so dogmatisch behandeln, sowie manch anderer Verfechter von dieser Vorgehensweise.

Es werden die Vorteile einleuchtend beschrieben und trotzdem werden Breimahlzeiten nicht verteufelt, sondern auch eine Kombination von beiden als mögliche Lösung beschrieben.

Unsere Buchempfehlungen für den Beikoststart und weitere Tipps zur Beikosteinführung, findest du auf mampfbar.de

Manchmal kommt es mir so vor, als würde das Thema Brei oder eben breifrei ähnlich hitzig diskutiert wie stillen oder nicht stillen. Meine Meinung dazu (schon wieder so eine Meinung): macht euch nicht verrückt und macht es ganz genauso wie ihr und vor allem euer Kind es für richtig hält.

Beim Thema Ernährung fangen die Diskussionen mit dem ersten Atemzug an und werden euch und eure Kinder dann das restliche Leben begleiten. Wir sind beide der Meinung, dass verschiedene Ansätze sehr wohl nebeneinander ihre Berechtigung haben, da es eben verschiedene Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen gibt.

Also sucht euch das raus, was zu eurer Familie am besten passt!

2.) Kochen: mehr als diese zwei Geräte brauchst du nicht

Instant Pot & Pürrierstab

Wenn ihr selber eure Babynahrung kochen möchtet, braucht ihr nicht viel. Eigentlich nur ein Gerät, mit dem ihr Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch dampfgaren könnt und etwas zum Pürieren, falls ihr mit Brei starten möchtet. Wir haben uns für diesen Instant Pot entschieden, da er sehr vielseitig ist und nicht ausschließlich zum Breikochen genutzt werden kann.

Der Instant Pot ist bei uns fast jeden Tag im Einsatz. Der Kauf hat sich für uns auf jeden Fall richtig gelohnt. In unseren Beitrag „Die fünf besten Küchenhelfer“ findet ihr mehr Infos zum Instant Pot.

Dann braucht ihr eigentlich nur noch einen Pürrierstab und schon könnt ihr los legen. Echt kein Hexenwerk, oder?

Unsere liebsten Küchenhelfer, die uns das Leben als Eltern erleichtern, findet ihr bei uns auf mampfbar.de

3.) Sitzen: warum wir gleich zwei Stühle gekauft haben

Tripp Trapp von Stokke:

Es gibt so ein paar Dinge, die ich so richtig toll finde. Dinge, die uns wirklich im Eltern-Alltag helfen. Für uns gehört der Tripp Trapp auf jeden Fall dazu. Lina brauchte in den ersten Wochen richtig viel Körperkontakt. Das hieß sehr viel tragen.

Der Tripp Trapp Hochstuhl war der erste Ort, den sie als kurzen Mama- oder Papa-Ersatz akzeptiert hat. Und meine Arme und mein Rücken sind ihm dafür nach wie vor sehr dankbar.

Für uns als Paar hat das bedeutet, dass wir wieder gemeinsam essen konnten ohne dass einer Lina dabei auf dem Arm hatte. Essen mit zwei Händen – ein echter Meilenstein im ersten Babyjahr :-).

Besonders der New Born Aufsatz ist echt zu empfehlen. Das ist wie ein Maxi Cosi nur auf einen Tripp Trapp rauf geschraubt. So können schon die ganz Kleinen mit am Tisch „sitzen“.

Das Newborn Set von Stokke und weitere Empfehlungen für den Beikoststart findest du auf mampfbar.de

Mittlerweile ist Lina der Babyschale entwachsen und sitzt jetzt in der zweiten Stokke Stufe, dem Baby Set. Das besteht aus einer Rückenlehne und einem Bügel vorne als Rausfallschutz.

Dazu haben wir noch den Anstecktisch gekauft. Wir finden ihn super praktisch. Im Gegensatz zum Kind, ist der Tisch immer wieder ratzfatz sauber nach dem Essen. Einmal abwischen und alles ist wieder weg was vorher drauf gelandet ist, wenn Lina mal wieder ihr Essen auf den ganzen Tisch verteilt hat bevor es in den Mund gewandert ist.

Was man so braucht für den Beikoststart find

Ikea Hochstuhl:

Häää, noch ein Stuhl? Warum das denn? Weil der Tripp Trapp echt massiv ist und so gebaut ist, dass er das Kind richtig lange begleiten kann. Das ist aber voll nicht praktisch, wenn es darum geht, mal schnell den Stuhl von A nach B zu tragen. Und schon gar nicht, um ihn irgendwohin mitzunehmen (das haben wir schon ausprobiert – zu Freunden in sechsten Stock ohne Fahrstuhl – echt blöde Idee).

Und das ist so super genial an dem Ikea Hochstuhl. Er ist innerhalb von Sekunden auseinandergebaut und wieder zusammengebastelt – ganz ohne Werkzeug. Der kommt jetzt immer mit wenn wir zu Familie oder Freunden ohne Kinder fahren.

Und ansonsten steht er bei uns im Wohnzimmer und wartet auf Babybesuch von Freunden. So können wir auch mit mehreren Kindern gemeinsam essen. Der Stuhl ist außerdem ein echtes Schnäppchen und kostet gerade mal 14 Euro inklusive Anstecktisch.

Der Hochstuhl von Ikea und weitere Empfehlungen für den Beikoststart findest du auf mampfbar.de

4.) Essen & alles was beim Kampf gegen den Wäscheberg hilft

Ganzkörperlätzchen:

Wäscheberge: eines dieser Dinge, die einem ständig von Eltern erzählt werden und solange man selber noch zu den Nicht-Eltern gehört, direkt den Weg von einem Ohr zum anderen Ohr und dann wieder nach draußen finden.

Das geht ja eigentlich direkt nach der Geburt los, findet aber dann einen bis dato neuen Höhepunkt bei der Beikosteinführung.

Irgendwie schaffen es die kleinen Mäuse, dass überall an ihnen, auf ihnen und um sie herum Essen klebt. Wenn dann aber ein kleiner Teil es auch in den Minibauch schafft, ist man als Elternteil ja vorerst wieder versöhnt.

Ganzkörperlätzchen und weitere Empfehlungen für den Beikoststart findest du auf mampfbar.deBis einen dann der nächste Wäscheberg anstarrt. Umso glücklicher waren wir, als wir diese beiden genialen Erfindungen empfohlen bekommen haben: Ganzkörperlätzchen.

Es landet zwar immer noch nicht alles im Mund, aber zumindest müssen wir jetzt nur noch die Lätzchen waschen und nicht gleich das ganze Kind von oben bis unten abschrubben.

P.S. Karottenflecken kriegt ihr übrigens am besten raus, wenn ihr die gewaschenen Klamotten in der Sonne trocknen lasst, nur mal so am Rande erwähnt.

Kindergeschirr, Anfänger-Löffel & hippe Tischmatten:

Es gibt so viel schönes Kindergeschirr, dass ich mich manchmal gar nicht entscheiden kann, welches ich als nächstes kaufen möchte, aber das mag auch nur so ein spezieller Tick von mir sein. Ich mag das Geschirr von der Marke Rice sehr gern (gibt es zum Beispiel bei Tausendkind) – die haben eine sehr schöne große Auswahl abseits vom langweiligen Bärchen- & Hasenoptik.

Gerade für den Anfang sind Teller oder Schälchen, die sich an den Tisch saugen sehr praktisch (siehe oben Thema Wäscheberg bezwingen).

Diese Tischsets sind gerade mega hip und gibt es mittlerweile in allen Formen und Farben. Die kann man direkt auf den Tisch kleben. Sie passen aber wohl nicht auf alle Anstecktische, also messt euren am besten vorher aus.

Als ersten Löffel können wir die von Dr. Boehm empfehlen. Sie sind sehr weich und biegsam. Also wenn euer Baby selber mal Hand anlegt und irgendwie den Mund verfehlt oder mit zu viel Schwung den Löffel in den Mund befördert, tut es sich nicht weh.

Und jetzt nur noch schnell das Essens-Massaker beseitigen:

Wenn ihr, so wie wir, auch in einem Altbau lebt, dann erfreut ihr euch wahrscheinlich auch an dem schönen alten Dielenboden, der eurer Wohnung so viel Persönlichkeit verleiht.

Vielleicht verflucht ihr ihn seitdem ihr ein Kind habt, aber auch regelmäßig. Zum Beispiel, wenn jede zweite Planke knarrt und ihr nur noch im Zickzack durch euren Flur gehen könnt, wenn euer Baby schläft.

Oder aber, wenn ihr das Essen, das mal wieder auf dem Boden gelandet ist, aus den Ritzen zwischen den Planken wieder rausholen dürft. So war es auf jeden Fall bei uns bevor wir eine Matte gekauft haben, die man eigentlich unter Schreibtischstühle legt.

Die ist jetzt unter unserem Tripp Trapp und lässt sich ganz einfach abwischen. Und das macht uns irgendwie viel entspannter, wenn mal wieder das Ei inklusive Eigelb (ganz fieser Ritzenfüller) auf dem Boden gelandet ist.

5.) Vorbereiten & Aufbewahren – so brauchst du nicht jeden Tag frisch kochen

Einfache Tipps zum Vorbereiten von Babybrei findest du auf mampfbar.deAvent & Kiddo Feedo:

Das tolle an der Brei-Zeit ist, dass man super einfach vorkochen kann. Einfach eine große Portion kochen, pürieren und einfrieren.

Wir finden die Avent Becher super, weil da am Rand die Mengenangaben stehen und sie sowohl Mikrowellen- als auch Spülmaschinentauglich sind.

Und auch jetzt, da Lina aus der Brei-Zeit rausgewachsen ist, sind sie bei uns noch regelmäßig im Einsatz. Hier lassen sich so schön kleine Kinderportionen abfüllen, zum Beispiel Tomatensauce oder die übrig gebliebenen Gnocchi.

Die Kiddo Feedo Gefrierform haben wir gekauft als wir gerade angefangen haben Beikost zu geben. Hier passen nur 60 ml rein, was eine super Menge für die ersten Versuche ist. Und als Lina dann mehr gegessen hat, haben wir einfach entsprechend mehrere Cubes aufgetaut. Jetzt benutzen wir sie, um zum Beispiel Kürbis- oder Karottenpüree einzufrieren.

Wir hoffen, diese kleine Übersicht hilft euch ein bisschen im Dschungel der Beikosteinführung. Habt ihr auch einige von diesen Dingen im Einsatz? Oder gibt es andere Dinge, auf die ihr schwört? Wir sind sehr gespannt auf eure Erfahrungen! Und wünschen euch viel Gelassenheit bei den ersten Essversuchen.

Alles Liebe, Inken & Joris

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