Crème fraîche als cremige Verführung in der Schwangerschaft

Ist Crème fraîche in der Schwangerschaft erlaubt? Crème fraîche ist auch in der Schwangerschaft erlaubt, da sie aus pasteurisierter Sahne hergestellt wird. Die Creme ist für Schwangere somit kein Risiko und viel eher cremige Verführung.

Crème fraîche ist auch in der Schwangerschaft erlaubt

Wenn Du in der Schwangerschaft Milchprodukte konsumierst, wirst Du Dich zuvor fragen: Wurde das Produkt aus Rohmilch oder aus pasteurisierter Milch hergestellt? Diese Vorsicht ist berechtigt, denn Rohmilchprodukte können mit Toxoplasmen kontaminiert sein.

Bei Toxoplasmen handelt es sich um Parasiten, die Infektionen auslösen können. Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Toxoplasmose in der Regel ohne Symptome. Anders verhält es sich in der Schwangerschaft, denn die Erreger können dem ungeborenen Leben schaden.

Bei Crème fraîche, die im heimischen Supermarkt angeboten wird, handelt es sich fast ausschließlich um pasteurisierte Produkte. Wenn es sich um ein Rohmilchprodukt handelt, dann ist das auf dem Etikett vermerkt.

Anders verhält es sich in ländlichen Gebieten. Hier werden Produkte mitunter noch traditionell hergestellt. Wenn Du bei einem Ausflug ins Grüne in einen Landgasthof einkehrst, dann solltest Du sicherheitshalber nachfragen.

Darum ist Crème fraîche in der Schwangerschaft unbedenklich

Crème fraîche wird aus Sahne hergestellt, der Milchsäurebakterien zugegeben werden. Die Sahne wird dann für 20 Stunden bei Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad Celsius zum Gären in Tanks gelagert.

Bei dem Gärprozess wird der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt. Das Ergebnis: Eine cremige Mischung mit leicht säuerlichem Aroma, die Deine Salate, Soßen und Gemüseaufläufe verfeinert.

Auch wenn die Sahne nur bei relativ geringen Temperaturen vergoren wird, kannst Du Dir die Crème fraîche schmecken lassen. Die Sahne für die Crème wird vor dem Gärprozess pasteurisiert.

Bei der Pasteurisation wird die Sahne bei Temperaturen von etwa 80 Grad Celsius erhitzt. Bei dieser Wärmebehandlung werden alle Mikroorganismen wie Toxoplasmen abgetötet.

Tipps für die Aufbewahrung von Crème fraîche

Du benötigst für Dein Gericht nur eine kleine Menge Crème fraîche und nicht den ganzen Becher? Wenn Du einen Rest der Crème im Kühlschrank aufbewahren möchtest, dann solltest Du den Becher gut verschließen.

Parasiten und Bakterien sind recht robust. So können sich Mikroorganismen auch im Kühlschrank prächtig vermehren. Wenn Du den geöffneten Becher in Küchenfolie wickelst, dann haben die Übeltäter keine Chance!

Crème fraîche ist lecker! Die Verführung ist daher groß, aus einem angebrochenen Becher zu naschen. Du kannst es Dir ruhig schmecken lassen. Achte aber darauf, dass Du beim Naschen frisches Besteck verwendest. Andernfalls können Bakterien übertragen werden.

Einen angebrochenen Becher Crème fraîche solltest Du zeitnah aufbrauchen. Auch wenn Du die Crème gut verschließt, können sich im Laufe von Tagen Mikroorganismen ansiedeln.

Ist Crème fraîche in der Schwangerschaft überhaupt gesund?

Crème fraîche ist, ebenso wie viele andere Milchprodukte, ein sehr gesundes Lebensmittel. Neben Proteinen liefert Crème fraîche vor allem Mineralstoffe, die Dein Baby für den Aufbau seines Organismus benötigt.

Crème fraîche liefert Dir während der Schwangerschaft viel Energie in Form von Fett. Neben Mineralien und Vitaminen versorgt Crème fraîche Dich und Dein Baby auch mit Proteinen, dem wichtigsten Baustoff unserer Körperzellen.

Die sahnige Crème hat nur einen kleinen Nachteil: Sie ist kalorientechnisch ein „Schwergewicht“. So liefern 100 Gramm knapp 300 Kalorien. Das entspricht einem kleinen Käsebrot oder 75 Gramm Gummibärchen.

Crème fraîche liefert Bausteine für Knochen und Zähne

Die leckere Crème enthält eine gute Portion Calcium und Phosphor. Diese beiden Mineralien sind die Hauptbestandteile unserer Knochen und Zähne.

Auch wenn sich Dein Calciumbedarf in der Schwangerschaft nicht erhöht, solltest Du auf ein gefülltes Calcium-Depot achten. Da Dein Baby viele dieser „Baustoffe“ benötigt, würde es bei einem Mangel auf den Calcium-Vorrat in Deinen Knochen und Zähnen zurückgreifen und diese in Mitleidenschaft ziehen.

In der Schwangerschaft entwickeln Frauen daher oft einen instinktiven „Kalziumhunger“. Da nimmt es nicht Wunder, wenn Du Appetit auf calciumhaltige Lebensmittel wie Crème fraîche bekommst.

Mit einem Becher Crème fraîche kannst Du Deinen täglichen Calcium-Bedarf von 1000 mg zu etwa 15 % decken.

Noch ein Tipp: Du solltest calcium- und eisenhaltige Produkte nicht gleichzeitig zu Dir nehmen, da Eisen die Calciumaufnahme beeinträchtigt.

Vitamin E – Baustoff für die Zellen

Vitamin E kann der Organismus nicht selbst produzieren. Daher muss es über Nahrungsmittel zugeführt werden. Crème fraîche kann einen kleinen Beitrag leisten, Deinen erhöhten Vitamin E-Bedarf von 17 mg in der Schwangerschaft zu decken.

Vitamin E ist das ultimative Zellschutzvitamin. Es neutralisiert die schädliche Wirkung freier Radikale und stärkt Dein Immunsystem und das Deines Babys. Vitamin E bewahrt auch die werdende Mama vor Müdigkeit und Muskelschwäche.

Vitamin E kann aber noch mehr: Es fördert die Sauerstoffversorgung im Gewebe, was insbesondere Deinem Baby zugutekommt. Je besser die embryonalen Zellen mit Sauerstoff versorgt werden, desto geringer ist das Risiko einer asthmatischen Erkrankung im Kleinkindalter.

Das Stoffwechselvitamin Vitamin B2 in Crème fraîche

Vitamin B2, auch unter dem Namen Riboflavin bekannt, gehört zu den wichtigsten Stoffwechselvitaminen. Es sorgt dafür, dass Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett in Nährstoffe umgewandelt werden.

Riboflavin ist auch an vielen Wachstumsprozessen beteiligt und wird daher umgangssprachlich als „Wachstumsvitamin“ bezeichnet. Darüber hinaus ist es ein hervorragender Zellschutz, der Dein Baby vor Fehlentwicklungen schützt.

In der Schwangerschaft erhöht sich Dein Tagesbedarf an Riboflavin von 1,1 auf 1,3 bis 1,4 mg. Wenn Du Dein Gemüsegericht oder Salat mit 100 Crème fraîche verfeinerst, kannst Du damit bereits über 10 % Deines täglichen Bedarfs decken.

Crème fraîche fürs Baby?

Produkte aus Kuhmilch sind für Babys nicht geeignet, da sie bedeutend mehr Eiweiß enthalten als Muttermilch. Der kindliche Organismus ist aber noch nicht in der Lage, größere Mengen an Eiweiß zu verdauen.

Bis dein Baby etwas älter ist, solltest du eher auf Breie zurückgreifen. Hier findest du alle unsere leckeren Breirezepte für Babys. Mehr zu den geeigneten Obstsorten für den Beikoststart (oder hier Gemüsesorten) findest du auch hier bei uns auf mampfbar.

Ab dem Alter von 12 Monaten kannst Du Deinem Baby Milch anbieten. Mit Crème fraîche solltest Du aber aufgrund des sehr hohen Fettgehaltes etwas „geizen“.

Um Deinen Nachwuchs nicht an fetthaltige Kost zu gewöhnen, solltest Du ihm Crème fraîche keinesfalls „pur“ anbieten. Wenn Du einen Gemüsebrei mit einem kleinen Teelöffel voll Crème fraîche verfeinerst, stellt das aber kein Problem dar.

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm Crème fraîche

Kalorien 298
Fett 30 g
Protein 2 g

Vitamin E 1 mg
Vitamin A 2 mg
Vitamin B1 0,015 mg
Vitamin B2 0,25 mg
Vitamin B6 0,02 mg

Kalium 100 mg
Calcium 75 mg
Phosphor 59 mg