Darum werden Erdbeeren in der Schwangerschaft empfohlen

Besonders in der Sommerzeit sind Erdbeeren in aller Munde. Kein Wunder – denn die roten Beeren sind gesund und schmecken richtig lecker. Aber können Erdbeeren auch in der Schwangerschaft gegessen werden oder schaden sie dem Baby?

Sind Erdbeeren in der Schwangerschaft erlaubt?

Wenn Erdbeeren zu Deinen Lieblingsfrüchten gehören, kannst du beruhigt sein, denn Erdbeeren sind auch in der Schwangerschaft erlaubt. Erdbeeren musst Du daher nicht auf die Liste der „verbotenen Nahrungsmittel“ setzen – diese ist in der Schwangerschaft ohnehin schon lang genug.

Auch wenn Erdbeeren in der Schwangerschaft bedenkenlos gegessen werden können, wird vereinzelt vom Verzehr abgeraten. Die Erdbeeren stehen in dem Ruf, beim Baby Allergien auszulösen.

Das ist aber nur dann der Fall, wenn sich bei Dir oder bei Deinem Partner nach dem Verzehr von Erdbeeren allergische Reaktionen einstellen. Kurz um: Wenn Mama und Papa Erdbeeren vertragen, besteht für den Nachwuchs kein Risiko.

Was Du beim Kauf und bei der Aufbewahrung beachten solltest

Bei Erdbeeren gelten die gleichen Kaufempfehlungen, wie bei anderen Produkten auch: Sie sollten frisch sein und keine Schadstellen aufweisen.

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Erdbeeren sind kleine Sensibelchen. Bereits die kleinsten Druckstellen destabilisieren die Zellstruktur. Diese „matschigen“ Stellen sind eine regelrechte Einladung für Schimmelsporen, die sich in dem feuchten und glukosehaltigen Milieu richtig wohl fühlen.

Erdbeeren kommen schnell ins Schwitzen. Wenn Du Erdbeeren in Schalen kaufst, die mit Zellophan abgedeckt sind, solltest Du die Folie entfernen. Luftig aufbewahrt bieten sie weniger Nährboden für Schimmel und sind länger haltbar.

Wenn Du Dich nicht gleich nach Kauf über die süßen Früchtchen hermachst, solltest Du sie im Kühlschrank aufbewahren. In der kühlen Umgebung sind sie drei bis vier Tage haltbar.

Da sich Schimmelsporen bevorzugt in einem feuchten Milieu ansiedeln, solltest Du die Erdbeeren ungewaschen lagern und erst vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser abwaschen.

Was tun bei Schimmel?

Wenn Du versehentlich eine von Schimmel befallene Erdbeere vernascht hast, musst Du Dir keine Sorgen machen. Dein Baby bekommt davon „nichts ab“. Magensäure und Darmbakterien machen dem Schimmel schnell den Garaus.

Erdbeeren mit kleinen Schimmelherden solltest Du aber dennoch aussortieren. Da die Schimmelsporen Fäden bilden, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, hilft es wenig, wenn Du lediglich die befallenen Stellen abschneidest.

Erdbeeren – rundum gesund für Schwangere

Bereits in der Steinzeit waren die Menschen auf den Geschmack von Erdbeeren gekommen und sammelten fleißig wild wachsende Walderdbeeren. Die Erdbeeren gehören genau genommen zu den Sammelnussfrüchten.

Ob Beere oder Nuss – Erdbeeren schmecken lecker und sind ausgesprochen gesund.

Erdbeeren haben eine sehr hohe Nährstoffdichte. Mit ihren 33 Kalorien pro 100 Gramm sind sie ausgesprochene Leichtgewichte. In Bezug auf ihre Inhaltsstoffe zählen sie aber zu den Schwergewichten unter den Früchten.

Neben dem hohen Vitamin C-Anteil haben sie auch viele Mineralstoffe und Eisen. Zu den wichtigsten Vitalstoffen der Erdbeeren gehören auch Folsäure und andere B-Vitamine, die insbesondere in der Schwangerschaft von Relevanz sind.

Folsäure

Erdbeeren gehören zu den Früchten mit dem höchsten Folsäure-Anteil. Da der menschliche Organismus Folsäure nicht selbst herstellen kann, muss sie über die Nahrung zugeführt werden.

Da 100 Gramm Erdbeeren 65 Mikrogramm Folsäure enthalten, kannst Du mit einer Portion einen großen Teil Deines Tagesbedarfs von 550 Mikrogramm decken.

Während der Schwangerschaft unterstützt die Folsäure die Zellteilung und sorgt so dafür, dass sich Dein Baby gesund entwickelt. Aber auch während der Stillzeit ist die Folsäure ein wertvoller Baustein für den Aufbau seines Organismus und seiner Gehirnzellen.

Vitamin C

Beim Vitamin C hat die Erdbeere die Nase vorn. So enthalten 100 Gramm stattliche 62 Milligramm dieses Vitamins! Damit stellt sie sogar die Orange in den Schatten.

Das Vitamin C bewahrt Dich nicht nur vor einer roten Schnupfennase. Es stärkt auch das Immunsystem Deines Babys und unterstützt es bei dem Aufbau seiner Knochen.

Mit Erdbeeren kannst Du aber auch Dir viel Gutes tun, denn das Vitamin C ist ausgesprochen vielseitig. Es senkt Deinen Cholesterinspiegel und verbessert Dein Hautbild.

Viele Vitalstoffe interagieren miteinander. So auch das Vitamin C: Es fördert vor allem die Eisenaufnahmefähigkeit. Da Eisenmangel in der Schwangerschaft keine Seltenheit darstellt, können Erdbeeren einem Mangel entgegenwirken.

Erdbeere – der Eisen-Champion unter den Früchten

Das Eisen zählt zu den Spurenelementen, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden müssen. Zu den größten Lieferanten zählen Fleisch und Vollkornprodukte – und Nüsse.

Da die Erdbeeren botanisch zur Familie der Nüsse gehören, sind sie die ultimativen Eisenlieferanten unter den Früchten.

Eisen benötigt der Organismus zur Blutbildung und zum Sauerstofftransport. Der weibliche Körper benötigt unter „normalen Umständen“ etwa 15 Milligramm pro Tag.

Da Du in der Schwangerschaft zwei Lebewesen versorgen musst, verdoppelt sich Dein Bedarf in dieser Zeit. Ein Grund mehr, um die Erdbeer-Saison in der Schwangerschaft voll auszunutzen.

Übrigens: Die Natur hat die Inhaltsstoffe der Erdbeeren schlau zusammengestellt, denn das Vitamin C optimiert die Eisenaufnahmefähigkeit. Erdbeeren sind daher die idealen „Schwangerschaftsfrüchten“.

B-Vitamine

Neben der Folsäure (Vitamin B9), liefern Erdbeeren weitere Vitamine der B-Gruppe, die in der Schwangerschaft von großer Bedeutung sind. Daher solltest Du Dich in der Schwangerschaft öfter von den aromatischen „Supernüssen“ verführen lassen.

Erdbeeren enthalten das Vitamin B1, das Dein Baby während der Schwangerschaft und Stillzeit beim Wachstum unterstützt. Darüber hinaus optimiert es die Gehirnfunktionen und die Konzentrationsfähigkeit.

Das Vitamin B1 gilt auch als „Stimmungsvitamin“, das in der Lage ist, trübe Wolken zu vertreiben. Erdbeeren sind daher nicht nur eine Freude für Deinen Gaumen, sondern auch für Seele.

Die aromatischen Beeren enthalten eine gute Portion Vitamin B2. Dieses Vitamin ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, schützt die Schleimhäute von Lippen und Zunge und stärkt das Sehvermögen.

Das Vitamin übernimmt auch wichtige Funktionen beim Eisenstoffwechsel und sorgt für die optimale Verwertung der Folsäure sowie der Vitamine B3 und B6.

Das Vitamin B3, besser bekannt unter dem Namen Niacin, ist eine ausgezeichnete Prävention gegen Neurodermitis. Erdbeeren können so dazu beitragen, das Risiko dieser Hauterkrankung bei Deinem Kind um 30 Prozent zu minimieren.

Neuste medizinische Studien haben darüber hinaus ergeben, dass Vitamin B3 auch das Risiko von Fehlgeburten reduziert.

Neben der Folsäure unterstützt auch das Vitamin B6 die Zellteilung und sorgt so dafür, dass sich der Organismus Deines Babys gesund entwickelt. Es hilft ihm auch bei der Herstellung körpereigener Proteine.

Aber auch Du kannst von dem Vitamin B6 profitieren: Es bewahrt Dich vor Schwangerschaftsübelkeit oder minimiert zumindest die Intensität.

Mineralstoffe

Erdbeeren enthalten neben Vitaminen auch Mineralstoffe, die Du und Dein Baby in der Schwangerschaft benötigen. So versorgt Calcium Deinen Nachwuchs mit Baumaterial für seine Knochen.

Bei einem Mangel würde der Embryo auf das Calcium-Depot Deiner Knochen und Zähne zurückgreifen und diese schwächen.

Erdbeeren wurden von der Natur auch mit einer Portion Magnesium und Kalium ausgestattet. Zusammen mit dem Mineral Calcium regulieren sie Deinen Wasserhaushalt und sorgen so dafür, dass Dein Blutdruck im Lot bleibt.

Da etwa jede zehnte Frau in der Schwangerschaft unter einem erhöhten Blutdruck leidet, stellen Erdbeeren eine gute Prävention dar.

Erdbeeren als Babykost?

Die fruchtig süßen Beeren erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit. Aber dürfen auch Babys Erdbeeren essen? Im Prinzip kannst Du den Speiseplan Deines Nachwuchses ab Breikostreife mit Erdbeeren versüßen.

Generell solltest Du einzelne Obstsorten aber nach und nach als Beikost einführen. So kannst Du ausloten, ob Dein Kind allergisch reagiert. Ein kleiner Hautausschlag am Mund oder ein wunder Po sind aber kein Grund zur Sorge.

Bei diesen Symptomen handelt es sich nicht um allergische Reaktionen, sondern sind der Fruchtsäure geschuldet.

Wenn es Deinem Baby schmeckt und gut bekommt, kannst Du Erdbeeren unter den Brei mischen. Sobald es den „Pinzettengriff“ beherrscht, kannst Du ihm auch kleine Früchte in die Hand geben. Für Lutschen, Saugen und Schlecken sind Erdbeeren wie gemacht!

Inhaltsstoffe Erdbeeren pro 100 Gramm

Kalorien 32
Protein 0,8 g
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 5,5

Vitamin C 62 mg
Vitamin B1 0,03 mg
Vitamin B2 0,06 mg
Vitamin B3 (Niacin) 0,6 mg
Vitamin B6 0,06 mg
Vitamin B9 (Folsäure) 65 µg

Kalium 153 mg
Kalzium 24 mg
Magnesium 15 mg

Mangan 0,39 mg
Eisen 1,0 mg

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