Pesto als mediterrane Köstlichkeit in der Schwangerschaft

Ist Pesto für Schwangere erlaubt? Pesto ist in Maßen in der Schwangerschaft erlaubt. Die Inhaltstoffe wie Basilikum stellen aufgrund der geringen Konzentration keine Gefahr für Schwangere dar. Auch Parmesan ist durch seine lange Lagerung unbedenklich.

Mediterrane Speisen können also auch in der Schwangerschaft mit Pesto verfeinert werden.

Pesto ist in der Schwangerschaft (in Maßen) erlaubt

Spaghetti oder Tortellini ohne Pesto? Das ist nur der halbe Genuss! Viele Frauen meiden die mediterrane Köstlichkeit in der Schwangerschaft. Der Grund für diese Vorsicht sind Zutaten wie Parmesan und Basilikum.

Der Parmesan wird aus Rohmilch hergestellt und Basilikum steht in dem Verdacht, vorzeitige Wehen auszulösen. Aber geht von diesen Zutaten wirklich eine Gefahr aus?

Parmesa im Pesto ist für Schwangere ungefährlich

Parmesan wird aus Rohmilch hergestellt. Rohmilch ist in der Tat in der Schwangerschaft tabu. Da Rohmilchkäse nur minimal erhitzt wird, können Bakterien wie Listerien überleben und dem ungeborenen Leben schaden.

Parmesan ist für Schwangere dennoch völlig unbedenklich. Der aromatische Hartkäse wird zwischen 12 und 72 Monaten gelagert. Während dieser Reifephase verändert sich das Milieu: Der Wassergehalt sinkt, während der Salzgehalt steigt. In dieser trockenen und salzigen Umgebung wird es Listerien zu ungemütlich und sie sterben ab.

Wenn Du als Schwangere industriell hergestelltes Pesto verwendest, befindest Du Dich ohnehin auf der sicheren Seite. Diese Produkte werden bei Temperaturen zwischen 60 und 90 Grad Celsius pasteurisiert. Diesen Prozess überlebt keine Listerie.

Und auch das Basilikum im Pesto ist in der Schwangerschaft unbedenklich

Wie sieht es mit dem Basilikum aus? Das aromatische Kraut enthält ätherische Öle wie Kampfer, die Gebärmutterkrämpfe verursachen und vorzeitige Wehen auslösen können.

Die Konzentration der ätherischen Öle ist aber sehr gering. Um die kritische Grenze zu erreichen, müsstest Du über Wochen hinweg große Mengen Basilikum zu Dir nehmen.

Auch wenn Dein Appetit in der Schwangerschaft Kapriolen schlägt, wirst Du wohl kaum Dein Frühstücksei oder Müsli mit Basilikum verfeinern.

Kurzum: In der Schwangerschaft musst Du auf Pesto nicht verzichten. Du kannst Dich daher auch weiterhin mit mediterraner Küche verwöhnen. Guten Appetit!

Ausnahmen für Schwangere: Wann Du auf Pesto verzichten solltest

Gegen Ende Deiner Schwangerschaft solltest Du Pesto nicht auf Deinen Speisezettel setzen. Zu diesem Zeitpunkt macht sich Dein Baby bereit und die Gebärmutter hat sich auf Wehen eingestellt.

In dieser Phase der Schwangerschaft reagiert die Gebärmutter empfindlicher, so dass die ätherischen Öle des Basilikums vorzeitige Wehen auslösen können. Das gilt insbesondere dann, wenn Deine Wehen vor dem Geburtstermin eingesetzt haben.

Diese Vorsichtsmaßnahme gilt auch bei einer Risikoschwangerschaft. Wenn Du zu dieser Risikogruppe gehörst, solltest Du während der gesamten Schwangerschaft auf das klassische Pesto Genovese verzichten.

Was Schwangere bei der Zubereitung & Aufbewahrung von Pesto beachten sollten

Pesto aus eigener Produktion schmeckt nicht nur besser. Frisch zubereitet bleiben auch alle Vitalstoffe enthalten.

Bei der Zubereitung gelten die gleichen Hygieneregeln, wie bei anderen Gerichten auch: Gründlich waschen! Auch wenn Du das Basilikum am heimischen Fensterbrett erntest, solltest Du die Blätter gründlich abspülen.

Parmesan von der Frischetheke ist sehr einladend – leider auch für Listerien und andere Mikroorganismen. Daher solltest Du auf verpackte Ware zurückgreifen.

Da sich Listerien mitunter auf der Käserinde ablagern können, solltest Du diese vor dem Reiben entfernen und Dir anschließend gründlich die Hände waschen. So bist Du in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Wenn Du nicht den gesamten Parmesan für Dein Pesto benötigst, solltest Du ihn in einer fest verschließbaren Box aufbewahren. Alternativ kannst Du auch Küchenfolie verwenden. So bleibt Dein Käse nicht nur frisch, sondern ist auch sicher vor Bakterien.

Dennoch gilt für offene Produkte in der Schwangerschaft: Nur kurz aufbewahren und im Notfall lieber von deinem Mann oder Lebenspartner essen lassen.

Von den Pinienkernen für Schwangere geht keine Gefahr aus. Da die Samen der Pinie sehr fetthaltig sind, werden sie aber schnell ranzig. Bevor Du die Kerne dem Pesto hinzufügst, solltest Du diese probieren.

Die Natur hat den Menschen mit vielen Sinnen ausgestattet, die vor schlechter Nahrung warnen. Wenn die Pinienkerne ranzig oder schimmelig sind, schlagen Deine Geschmacksknospen Alarm.

Wenn von Deinem leckeren Pesto etwas übrig bleibt, solltest Du es ebenfalls in einem verschließbaren Behälter aufbewahren. Achte darauf, dass die festen Zutaten von einer Schicht Olivenöl bedeckt sind. Das Öl ist ein natürliches Konservierungsmittel und hält “unwillkommene Gäste” fern.

Gleich, ob Du Dein Pesto selbst zubereitest oder auf fertige Produkte zurückgreifst, solltest Du es zeitnah verzehren. Bei dieser leckeren Spezialität sollte das aber kein Problem sein…

Pesto als gesunde Köstlichkeit in der Schwangerschaft

Pesto hat es in sich! Olivenöl, Basilikum, Käse und Pinienkerne sind “randvoll” mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Wenn Du Dir Dein Pesto schmecken lässt, kannst Du Dein Baby gleichzeitig mit gesunden Vitalstoffen versorgen.

Basilikum gilt auch im Pesto als Königskraut mit Heilwirkung

Basilikum wird seit alters her als Heilpflanze geschätzt. Nicht umsonst trägt sie auch den Namen “Königskraut”. Von den vielen gesundheitsfördernde Wirkungen kannst Du insbesondere in der Schwangerschaft profitieren.

In der Schwangerschaf produziert Dein Körper das Hormon Progesteron, das Deine Verdauung verlangsamt. In der Folge kann es zu Verstopfungen kommen. Dagegen ist ein Kraut gewachsen: Basilikum.

Es enthält Gerbstoffe, die sich positiv auf Deine Verdauung auswirken. So kannst Du mit einem leckeren Pesto Deinen Gaumen verwöhnen und gleichzeitig Deinen Darm wieder in Schwung bringen.

Pesto kann auch andere leidige Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft lindern: Völlegefühl und Blähungen. Die im Basilikum enthaltenen ätherischen Öle entspannen Magen und Darm und sorgen dafür, dass sich die werdende Mama rundum wohl fühlt.

Wie angesprochen macht aber die Menge das „Gift“. Übertreibe es mit dem Basilikum nicht.

Pesto als Futter für die grauen Schwangerschaftszellen

Pesto macht schlau! In Studien konnte bewiesen werden, dass essentielle Fettsäuren wie Omega-3- und Omega-6 die kognitiven Fähigkeiten von Kindern positiv beeinflusst.

So erzielten Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft ausreichend mit diesen Fettsäuren versorgt waren, höhere Denkleistungen als Vergleichsgruppen.

Da Zutaten wie Olivenöl und Pinienkerne viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren liefern, kann Pesto dazu beitragen, dass Dein Nachwuchs ein kleiner “Überflieger” wird.

Pesto steckt voller für Schwangere wichtigen B-Vitamine

Pesto enthält viele Vitamine der B-Gruppe. Diese Mikronährstoffe benötigt der Organismus, um seine Funktionen aufrecht zu erhalten. Sie übernehmen wichtige Aufgaben bei der Verstoffwechselung der Nahrung und tragen so maßgeblich zur Energiegewinnung bei.

B-Vitamine sind auch am Hirnstoffwechsel beteiligt und sorgen dafür, dass Reize im Nervensystem weitergeleitet werden. Da diese Vitamine auch an der Zell- und Blutbildung beteiligt sind, kannst Du Dein Baby mit Pesto bei seinem Wachstum unterstützen.

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm Pesto*

Kalorien 522
Eiweiß 11,13 g
Fett 52,25 g
Vitamin A 0,12 mg
Beta Carotin 1,111 mg
Vitamin D 0,15 mg
Vitamin B1 0,16 mg
Vitamin B2 0,14 mg
Vitamin B6 0,08 mg
Folsäure (B9) 0,023 mg
Vitamin K 0,020 mg
Natrium 218 mg
Magnesium 51 mg
Phosphor 276 mg
Kalium 213 mg
Calcium 311 mg
Schwefel 81 mg

*Durchschnittswerte