Mascarpone in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft musst Du mitunter auf die eine oder andere Lieblingsspeise verzichten. Um mögliche Infektionen für Dich und Dein Baby auszuschließen, sind bestimmte Wurst- oder Käsespezialitäten tabu. Insbesondere bei Käse wirst Du Dir angesichts der großen Auswahl häufig die Frage stellen: „Darf ich diese Sorte essen?“ So auch bei Mascarpone.

Da es sich um einen Frischkäse handelt, müsste er im Prinzip auf der „Roten Liste“ stehen. Da dieser cremige Käse aber auch für viele leckere Süßspeisen verwendet wird, wäre das eine trübe kulinarische Aussicht!

Darf ich Mascarpone in der Schwangerschaft essen?

Die gute Nachricht vorweg: Auf Mascarpone musst Du in der Schwangerschaft nicht verzichten. Mit kleinen Einschränkungen gilt das auch für Tiramisu und andere Desserts, die das Leben versüßen.

Mascarpone zählt zu den Frischkäsesorten, die in dem Ruf stehen, Listerien und Toxosplasmen zu übertragen. Dennoch ist Mascarpone ungefährlich – denn es kommt auf die Herstellung an.

Listerien und Toxosplasmen können sich nur bei relativ milden Temperaturen entwickeln. Lebensmittel, die bei der Herstellung auf über 70 Grad Celsius erhitzt werden, sind daher unbedenklich. Hohe Temperaturen machen jedem Bazillus, Keim oder Parasiten den Garaus. So auch beim Mascarpone.

Wie wird Mascarpone hergestellt?

Die Heimat des Mascarpone ist Lodi, eine italienische Provinz in der Lombardei. Der sahnige Geschmack resultiert aus dem Rahm, der für die Herstellung verwendet wird. Dem Sahne-Gemisch wird so viel Wasser entzogen, bis der gewünschte Fettanteil erreicht ist.

Dieser kann je nach Sorte zwischen 40% und 80% betragen. Im Anschluss daran wird die cremige Mischung unter der Zugabe von Weinstein- oder Zitronensäure auf 90 Grad Celsius erhitzt. Bei dieser hohen Temperatur werden Listerien und Toxosplasmen abgetötet.

Schmackhafter Nährstoff-Lieferant für Schwangere

In der Schwangerschaft und Stillzeit steigt Dein Bedarf an Aminosäuren, Vitaminen und Mineralien, die im Käse wie dem Mascarpone reichlich enthalten sind. Diese Vitalstoffe helfen beim Aufbau der Körperzellen, regulieren wichtige Körperfunktionen und stärken das Immunsystem.

Und das Beste: Mascarpone ist vielseitig verwendbar und schmeckt einfach vorzüglich.

Kalzium und Kalium

Neben Proteinen liefert Mascarpone wichtige Mineralien – allen voran das Kalzium. Dieses Mineral benötigt Dein Baby für den gesunden Aufbau seiner Knochen. Um den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft zu decken, benötigst Du etwa 1200 mg pro Tag.

Mit dieser cremigen Käsedelikatesse kannst Du aber auch Dir viel Gutes tun. Mascarpone enthält viel Kalium, das Deinen Wasserhaushalt regelt und Dir so auf natürliche Weise hilft, Deinen Blutdruck im Gleichgewicht zu halten. Was gibt es da Besseres, als das Kalzium- und Kalium-Depot mit Mascarpone aufzufüllen?

Magnesium

Dieser Mineralstoff ist vor und nach der Geburt von besonderer Bedeutung. Da während der Schwangerschaft Magnesium verstärkt über die Nieren ausgeschieden wird, solltest Du Deinem Körper ca. 310 mg Magnesium zuführen. Andernfalls kann ein Mangel entstehen, der mitunter zu Wadenkrämpfen führt.

Bei Deinem Baby sorgt Magnesium für die gesunde Entwicklung der Muskeln und Knochen. In der Stillzeit erhöht sich der Magnesiumbedarf nochmals auf ca. 450 mg bis 500 mg.

Vitamine A und E

Mascarpone liefert viel Vitamin A. Dieser Vitalstoff übernimmt vielfältige Aufgaben und sorgt für die Aufrechterhaltung unterschiedlicher physiologischer Prozesse. So beugt er nicht nur DNA-Schädigungen vor, sondern repariert auch vorliegende Defekte.

Das Vitamin A unterstützt den Aufbau der embryonalen Zellen und die Bildung neuer Erythrozyten. Das Super-Vitamin stärkt auch Dein das Immunsystem und das Deines Babys.

Das Vitamin E kann Dein Körper nicht selbst herstellen und muss daher über die Nahrung zugeführt werden. Vitamin E schützt die Zellen Deines Babys und stärkt sein Immunsystem.

Proteine

Mascarpone verfügt über viele Proteine, die Dich und Dein Baby in der Schwangerschaft und Stillzeit mit wertvollen tierischen Aminosäuren versorgen. Proteine sind die Bausteine der Körperzellen und tragen maßgeblich zum Aufbau der Nägel, Knochen, Organe und roten Blutkörperchen Deines Babys und das der Plazenta bei.

Darüber hinaus produzieren Proteine Hormone, die nahezu alle Körperfunktionen regulieren. Aber auch für Dich sind Proteine tierischen Ursprungs ein wichtiger Vitalstoff: Sie regulieren Deinen Blutzuckerwert und verleihen Dir den nötigen Energieschub, mit dem Du und Dein Baby gut in den Tag starten könnt.

Inhaltstoffe

  • Eiweiß 4,5 mg
  • Vitamin A 520 μg
  • Vitamin B1 0,02 mg
  • Vitamin B2 0,21 mg
  • Vitamin B6 00,4 mg
  • Vitamin E 1,4 mg
  • Kalzium 60 mg
  • Kalium 80 mg
  • Magnesium 6 mg
  • Phosphor 130 mg

Was Du beim Verzehr von Mascarpone in der Schwangerschaft beachten musst

Mascarpone ist aufgrund der starken Erwärmung bei der Herstellung generell unbedenklich. Dennoch ist der Frischkäse sehr anfällig für Keime und Bakterien.

In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest Du daher niemals offene Ware kaufen, sondern nur abgepackte Produkte. Da sich Keime auch bei kühlen Temperaturen vermehren können, solltest Du keine angefangene Verpackung im Kühlschrank aufbewahren.

Den Mascarpone daher gleich verarbeiten und verzehren. Bei diesem leckeren Frischkäse sollte Dir das leicht fallen… Um jegliches Restrisiko auszuschließen, solltest Du verpackten Mascarpone auch vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehren.

Tiramisu in der Schwangerschaft

Der cremige Mascarpone ist eine beliebte Grundlage für Kuchen und Desserts. Vor allem Tiramisu zählt zu den Süßspeisen, für die der sahnige Käse am häufigsten verwendet wird. Obwohl frischer Mascarpone unbedenklich ist, ist die beliebte Nachspeise in der Schwangerschaft absolut tabu.

Der Grund ist nicht der Käse, sondern das frische Eigelb, das in der cremigen Mischung verarbeitet wird. Darüber hinaus sind Kaffee und Amaretto, die nach der traditionellen Rezeptur ebenfalls beigefügt werden, in der Schwangerschaft nicht das „Gelbe vom Ei.“ Insbesondere Alkohol sollte definitiv gemieden werden.

Das bedeutet aber keinesfalls, dass Du während der Schwangerschaft darben musst… Es gibt leckere Tiramisu-Rezepte, die ganz ohne Ei, Kaffee und Alkohol auskommen.

In speziellen Rezeptbüchern und im Internet findest Du eine reichhaltige Auswahl an Tiramisu-Varianten. So kannst Du auch während der Schwangerschaft nach Herzenslust schlemmen und genießen und es Dir und deinem Baby gut gehen lassen.