Wasabi als gesunder Scharfmacher in der Schwangerschaft

Dürfen Schwangere Wasabi essen? Wasabi ist in der Schwangerschaft erlaubt und darf von Schwangeren gegessen werden, denn es enthält keine Inhaltsstoffe, die dem Baby schaden können.

Wasabi als grüne Scharfmacher für Schwangere

Liebhaber der japanischen Küche oder scharfer Gewürze schätzen Wasabi als delikaten Scharfmacher. Aber was ist Wasabi genau?

Basis der scharfen Würzpaste ist der Japanische Meerrettich, der auch als Wassermeerrettich bezeichnet wird. Wasabi ist ein Kreuzblütengewächs, das daumenlange Stängel bildet.

Diese Rhizome sind unserem heimischen Meerrettich sehr ähnlich, aber bedeutend schärfer. Wasabi lässt sich schwer kultivieren und stellt selbst in Japan eine Rarität dar. Die Preise sind entsprechend hoch.

Apropos hoher Preis: Echter Wasabi ist relativ kostspielig. Wenn Dir in einem Restaurant Wasabi serviert wird, dann handelt es sich oft um eine grün eingefärbte Meerrettich-Senf-Paste. Das gleiche gilt für viele Angebote, die im Handel erhältlich sind.

Wenn Du in der Schwangerschaft anstelle von Wasabi “falschen Rettich” auf dem Teller hast, musst Du nichts befürchten. Meerrettich und Senf sind für Schwangere völlig unbedenklich.

Die Meerrettich-Öle stellen nur dann eine Gefahr dar, wenn Du diese in konzentrierter Form einnimmst.

Wann Du in der Schwangerschaft auf Wasabi verzichtet solltest

Wasabi liefert viele Vitalstoffe und kurbelt die Verdauung an. Das sind gute Gründe, um Gerichte in der Schwangerschaft mit Wasabi zu “schärfen”.

Wenn Du aber unter Sodbrennen, Blähungen oder Übelkeit leidest, solltest Du besser Abstand nehmen.

Wasabi kann diese schwangerschaftstypischen Befindlichkeitstörungen mitunter verschlimmern. Die Wirkung ist individuell verschieden. Daher solltest Du mit einer kleinen Menge testen, ob Du Wasabi verträgst.

Vitamin C in Wasabi stärkt nicht nur das Immunsystem der Mutter

Wasabi enthält knapp 42 Milligramm Vitamin C. Mit diesem Wert reiht sich Wasabi in die obere Liga der Vitamin C-reichen Gemüsesorten ein.

Das Vitamin C gilt als der ultimative Schutzschild gegen Infektionen wie Erkältungskrankheiten. Damit ist sein Potential aber noch lange nicht erschöpft.

Vitamin C sorgt dafür, dass der Organismus Calcium und Phosphor in die Knochensubstanz einbauen kann. Wasabi bringt so nicht nur Schärfe in Dein Essen, sondern hilft Deinem Baby auch bei dem Aufbau seiner Knochen.

Wasabi als Vitamin B-Lieferant in der Schwangerschaft

Der delikate Scharfmacher enthält nahezu die gesamte Palette der B-Vitamine. Vor allem bei den Vitaminen B3 und B6 gehört Wasabi zu den Top-Lieferanten.

B-Vitamine sind ein starkes Team, dass Deinem Baby hilft, sich gesund zu entwickeln. Sie sorgen für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und der Nervenfunktionen. Darüber hinaus sind sie maßgeblich an der Blutbildung und an der Energiegewinnung beteiligt.

Vitamin B3 in Wasabi

Das auch als Niacin bezeichnete Vitamin B3 ist ein regelrechter Alleskönner! Es sorgt dafür, dass Dein Baby Muskeln, Haut und Schleimhäute aufbauen kann. Niacin unterstützt Deinen Nachwuchs auch bei der Entwicklung seines Nervensystems.

Jüngste Studien haben eine weitere wichtige Funktion des Niacins nachgewiesen: Es schützt Dein Baby, ebenso wie die Folsäure, vor Fehlbildungen. Wasabi kann daher dazu beitragen, dass sich Herz, Nieren und die Wirbelsäule Deines Babys gesund entwickeln.

Niacin ist auch eine ausgezeichnete Prävention gegen Neurodermitis. Australische Forscher haben einen interessanten Zusammenhang zwischen der Vitamin B6-Aufnahme in der Schwangerschaft und Neurodermitis bei Kindern entdeckt.

Eine ausreichende Vitamin B6-Versorgung während der Schwangerschaft minimiert das Risiko dieser Autoimmunerkrankung bei Kindern um 30%.

Vitamin B3 kümmert sich aber auch um Dein Wohlbefinden: Es entspannt Deine Blutgefäße, was sich wiederum positiv auf Deinen Blutdruck auswirkt. Da Dein Blutdruck in der Schwangerschaft leicht aus dem Lot geraten kann, ist dieser Aspekt nicht zu unterschätzen.

Vitamin B6

Ebenso wie B3 ist auch das Vitamin B6 ein Multifunktionsvitamin. Es unterstützt Dein Baby bei der Blutbildung und beim Aufbau seiner Muskeln. B6 ist auch ein wichtiger Baustein der Nervenbotenstoffe.

Aber damit nicht genug: Vitamin B6 kann die leidige Schwangerschaftsübelkeit lindern oder ganz beseitigen. Das sind viele gute Gründe, um Dein Essen ab und an mit Wasabi “aufzupeppen” oder knackige Wasabi-Erbsen zu knabbern.

Wasabi steckt voller Kalium (wichtig für Schwangere!)

Wasabi enthält pro 100 Gramm stattliche 568 Milligramm dieses Minerals. Damit rangiert Wasabi hinter Spinat auf Platz 2 der Kalium-Lieferanten unter den Gemüsearten.

Kalium zählt neben Natrium, Magnesium und Calcium zu den so genannten Elektrolyten. Wenn Dich der Begriff an Elektrizität erinnert, dann liegst Du völlig richtig!

Die Elektrolyten haben eine elektrische Ladung, die das Flüssigkeitsgleichgewicht in unserem Körper aufrecht halten. Die Elektrolyte sorgen u.a. für die Regulierung der Nerven- und Muskelfunktion sowie für die Aufrechterhaltung des Säure-Basen- und des Wasserhaushaltes.

Insbesondere letztere Funktionen sind in der Schwangerschaft von Bedeutung. Eine Übersäuerung kann Schwangerschaftsbeschwerden wie Sodbrennen, Wasseransammlungen im Gewebe sowie Übelkeit provozieren oder verstärken.

Wenn Dein Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät, hat das negative Auswirkungen auf Deinen Blutdruck. Da fast jede zehnte Frau in der Schwangerschaft unter einem erhöhten Blutdruck leidet, solltest Du Deinen Kaliumhaushalt im Blick haben.

Phosphor

Wasabi enthält auch das Phosphor. Dieses Spurenelement ist neben Calcium ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen. Phosphor ist auch am Aufbau der Zellwände beteiligt und sorgt dafür, dass Erbinformationen weitergeleitet werden.

Wasabi kann daher dazu beitragen, Dein Baby mit wichtigen Vitalstoffen zu versorgen. So kann Dein Baby Baumaterial für seine Knochen sammeln, während Du Dir die scharfe Würzpaste schmecken lässt.

Wasabi in der Stillzeit?

Auch wenn Dir Wasabi in der Schwangerschaft gut bekommen ist, solltest Du bei der Würzpaste in der Stillzeit etwas Vorsicht walten lassen und mit kleinen Mengen “vorkosten”. So kannst Du feststellen, ob Dein Baby Wasabi verträgt.

Dr. Costa rät von Wasabi in der Stillzeit ab, da es die Ansiedelung des Babydarms mit Milchsäurebakterien verhindern kann.

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm Wasabi

Kalorien 123
Vitamin C 41,9 mg
Vitamin E 0,1 mg
Vitamin B1 0,131 mg
Vitamin B2 0,114 mg
Vitamin B3 0,743 mg
Vitamin B5 0,203 mg
Vitamin B6 0,274 mg
Folsäure (Vitamin B9) 0,018 mg
Kalium 568 mg
Calcium 128 mg
Magnesium 69 mg
Natrium 17 mg
Phosphor 80 mg