Rosinen als gesunde Alternative zu Süßigkeiten in der Schwangerschaft

Sind Rosinen in der Schwangerschaft erlaubt? Dörrobst wie Rosinen sind in der Schwangerschaft natürlich erlaubt, und stellen ferner auch eine gesunde Alternative zu Gummibärchen und anderen Naschereien dar.

Rosinen – süß, gesund und optimal für Schwangere

Wenn Du gerne Trockenobst isst oder nach einer Alternative zu Süßigkeiten Ausschau hältst, sind Rosinen eine gute Wahl. Du kannst Dir daher auch während Deiner Schwangerschaft mit gutem Gewissen Dein Müsli mit Rosinen verfeinern oder die süßen Früchtchen aus dem Kuchen picken.

Rosinen sind kleine Kraftpakete, die Dich und Dein Baby mit vielen Vitalstoffen versorgen.

Dennoch sind Rosinen, ebenso wie anderes Trockenobst, ein wenig in die Kritik geraten. Der Grund ist der Schwefel, mit denen die Haltbarkeit der Produkte verlängert wird.

Sind geschwefelte Produkte in der Schwangerschaft gefährlich?

Bei Rosinen handelt es sich um getrocknete Weinbeeren. Sie werden bei voller Reife geerntet und so lange in der Sonne getrocknet, bis sich die Feuchtigkeit auf 15 bis 18% reduziert hat.

Durch das Dörren erhöht sich der Fruchtzuckergehalt auf ca. 33%.

Da das zuckerhaltige Milieu Pilzen und anderen Mikroorganismen einen guten Nährboden bietet, werden die Früchte mit Schwefel behandelt. In der Regel handelt es sich dabei um Schwefeldioxid, das auf der Verpackung mit der Kennnummer E220 angegeben wird.

Die Menge an Schwefeldioxid ist jedoch begrenzt und wird in unseren Breitengraden streng kontrolliert. So sind, je nach Trockenobstsorte, nur 500 bis 2.000 Milligramm pro Kilogramm erlaubt.

Neben dem Gesetzgeber sorgt aber auch ein körpereigenes Enzym dafür, dass sich das Schwefeldioxid nicht in Deinem Organismus anreichert.

Das Schwefeldioxid wird zudem von der Plazentaschranke abgehalten und gelangt nicht in den Blutkreislauf Deines Babys. Daher sind geschwefelte Rosinen normalerweise auch in der Schwangerschaft unbedenklich.

Wann sollten Schwangere geschwefelte Rosinen meiden?

Geschwefelte Produkte solltest Du dann meiden, wenn Du auf Schwefelverbindungen allergisch reagierst.

Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Du unter Asthma leidest. Um geschwefelte Produkte solltest Du auch einen großen Bogen machen, wenn der Verzehr bei Dir unspezifische Symptome wie Übelkeit oder Kopfschmerzen provoziert.

Übrigens: Schwefelverbindungen finden sich nicht nur in Trockenobst. Auch Wein, viele Fertiggerichte, Chips und Meeresfrüchte werden mit Schwefeldioxid behandelt.

Alternative zu geschwefelten Produkten

Wenn Du Dir den Tag dennoch mit Rosinen versüßen möchtest oder in der Schwangerschaft Schwefeldioxid meiden möchtest, kannst Du zu Alternativen greifen. Der Handel bietet heute viele Produkte an, die auf Zusatzstoffe verzichten.

Im Bio-Markt oder gut sortierten Einzelhandelsketten wirst Du in jedem Fall fündig.

Wenn Du gerne in der Küche experimentierst, kannst Du auch Deine eigene „Hausmarke“ herstellen. Das geht ganz leicht: Weintraubenwaschen, trocken tupfen und für einige Stunden bei 50 Grad im Backofen dörren.

Wenn Du den Schwefelgehalt lediglich reduzieren möchtest, kannst Du die Rosinen vor dem Verzehr auch unter fließendem Wasser abspülen.

Rosinen gegen Heißhunger auf Süßes

In der Schwangerschaft schlägt Dein Hormonhaushalt mitunter Kapriolen. In der Folge gerät auch Dein Insulinspiegel aus dem Lot. Die Folge: Du bekommst Heißhunger auf Süßes.

Da Trockenobst sehr viel Fruchtzucker enthält, kannst Du bereits mit einer kleinen Portion Rosinen Deinen Heißhunger stillen.

Rosinen stellen eine gesunde Alternative zu Schokolade und Kekse dar. Mit knapp 300 Kalorien pro 100 Gramm zählen Rosinen zwar nicht zur Diätkost, sind aber im Unterschied zu Süßigkeiten dennoch „Leichtgewichte“.

Rosinen haben aber noch einen weiteren Vorteil gegenüber Schokolade & Co: Sie haben viele Ballaststoffe, die Deine Verdauung in Schwung bringen.

Rosinen als Vitalstoffpakete in der Schwangerschaft

Die kleinen Trockenfrüchte versorgen Dein Baby mit vielen Mineralstoffen und B-Vitaminen, das es für ein gesundes Wachstum benötigt.

Rosinen können aber auch dazu beitragen, Deinen Eisenbedarf zu decken, der sich in der Schwangerschaft signifikant erhöht.

Eisen

Rosinen liefern pro 100 Gramm 2,3 Milligramm Eisen. Damit lassen Rosinen frisches Obst weit hinter sich. Da der Körper Eisen zum Aufbau der roten Blutkörperchen und zum Sauerstofftransport benötigt, steigt Dein Bedarf in der Schwangerschaft entsprechend – schließlich musst Du in dieser Zeit zwei Organismen versorgen.

In der Schwangerschaft erhöht sich Dein täglicher Eisen-Bedarf von 15 auf etwa 30 Milligramm. So kannst Du bereits mit einer kleinen Portion Rosinen Deinen Tagesbedarf decken.

Noch ein kleiner Tipp: Du kannst die Eisenresorption optimieren, wenn Du gleichzeitig Vitamin C-haltige Nahrungsmittel zu Dir nimmst. Wie wäre es mit einem Müsli mit Rosinen und frischem Obst?

B-Vitamine

Rosinen versorgen Dich und Dein Baby mit vielen B-Vitaminen. Sie übernehmen vielfältige Aufgaben im Bereich des Energie- und Zellstoffwechsels und der Hormonbildung.

Das Vitamin B5 ist darüber hinaus auch an der Bildung von Eiweißen und des Hämoglobins beteiligt und sorgt so dafür, dass sich Dein Baby gesund entwickelt.

Mineralstoffe

Rosinen enthalten auch eine gute Portion an Mineralien. Neben Magnesium, Natrium und Calcium enthalten die kleinen Kraftpakete sehr viel Kalium. Gerade diesem Mineral kommt in der Schwangerschaft eine besondere Bedeutung zu.

Als so genannter Elektrolyt reguliert es Deinen Wasserhaushalt und sorgt dafür, dass Dein Blutdruck keine kritischen Grenzwerte erreicht.

Da Du in der Schwangerschaft eine Disposition für Wasseransammlung und Bluthockdruck hast, solltest Du Dich öfter von Rosinen verführen lassen.

Rosinen als Baumaterial für Knochen und Zähne

Mit einer Hand voll Rosinen kannst Du Dein Baby mit Baustoff für seine Knochen und Zähne versorgen. Neben dem Mineral Calcium liefern Rosinen auch viel Phosphor. Dieses Mineral ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen.

Phosphor ist darüber hinaus eine wichtige Energiequelle für den Zellstoffwechsel.

Zink

Zink ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das im Körper wichtige Aufgaben übernimmt. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, reguliert den Blutzucker und kräftigt das Immunsystem.

Wusstet Du, dass sich Dein Zinkbedarf ab dem 2. Trimester um 40% erhöht? In der Stillzeit steigt Dein Bedarf sogar auf 65%. Da der Organismus Zink nicht selbst herstellen und nur in geringen Mengen speichern kann, ist er auf Nachschub angewiesen.

Rosinen stellen eine süße Quelle dar, um Deine Zink-Depot zu füllen.

Nähstoffe pro 100 Gramm Rosinen

Kilokalorien 299
Ballaststoffe 5,2 g
Fett 0,6 g
Kohlenhydrate 68 g
Natrium 20 mg
Kalium 780 mg
Magnesium 40 mg
Calcium 80 mg
Phosphor 110 mg
Zink 245 µg

Vitamin B1 120 µg
Vitamin B3 500 µg
Vitamin B5 100 µg
Vitamin B6 110 µg