Papaya in der Schwangerschaft

Ist Papaya in der Schwangerschaft erlaubt? Papaya ist mit einer Ausnahme in der Schwangerschaft erlaubt: Wenn Du Appetit auf Papaya hast, solltest Du einen großen Bogen um unreife Früchte machen und ausschließlich zu reifen Produkten greifen. Diese Unterscheidung ist dem Papain geschuldet, einem Wirkstoff, der Uteruskontraktionen auslösen kann.

In reifen Papayas ist dieser Wirkstoff nur minimal enthalten. Daher geht von diesen Früchten keine Gefahr aus. Du müsstest die Papayas schon kiloweise verzehren, bis die Papain-Konzentration eine kritische Grenze überschreitet.

Reife Papayas erkennen

Das Papain ist nicht nur in halb- und unreifen Papayas enthalten, sondern auch in den Kernen. Daher solltest Du, auch bei reifen Früchten, die Papaya sorgfältig entkernen.

Woran erkennst Du eine reife Papaya? Ganz einfach: Die leicht ledrige Haut einer unreifen Papaya ist dunkelgrün. Während der Reifephase wechselt die Frucht von gelbgrün zu orangerot. Das Fruchtfleisch ist hellgelb bis rosarot.

Wenn Du in der Schwangerschaft von der exotischen Frucht naschen möchtest, dann greife zu gelborangen Papayas mit dem saftigen roten Fruchtfleisch.

Weshalb musst Du Papain in der Schwangerschaft meiden?

Bei dem Papain handelt es sich um ein hochaktives Enzym, mit dem sich die Frucht vor Schädlingen schützt. Während in reifen Früchten die Konzentration minimal ist, weisen unreife Früchte und die Kerne einen bis zu 5000-fach höheren Wert auf.

Das Papain kann die Hormone Prostaglandin und Oxytocin aktivieren. Diese Hormone können Uteruskontraktionen anregen, was schlimmsten Falls vorzeitige Wehen auslösen kann.

Das Papain kann sich auch negativ auf das Zellwachstum des Embryos auswirken oder Blutungen in der Plazenta provozieren.

Das Papain kann das Verdauungssystem in Schwung bringen. Auch wenn diese Eigenschaft mitunter erwünscht ist, kann eine erhöhte Papain-Dosis den Stuhlgang aber übermäßig anregen, was den Druck auf die Gebärmutter erhöht. In der Folge könnte es zu einer Fehlgeburt kommen.

Was steckt in der Papaya?

Wenn Du während Schwangerschaft Deinen Obstsalat oder Dein Gemüsegericht mit einer exotischen Note bereichern möchtest, kannst Du Dich und Dein Baby mit wichtigen Vitalstoffen versorgen.

Dazu gehören die Vitamine E, B3 und sowie das Spurenelement Eisen.

Eisen

Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das Dein Körper nicht selbst herstellen kann. Während Du unter normalen Umständen etwa 15 Milligramm täglich benötigt, verdoppelt sich Dein Bedarf in der Schwangerschaft.

Weshalb erhöht sich Dein Bedarf in der Schwangerschaft? Eisen benötigt der Organismus für die Bildung der roten Blutkörperchen, den Elektronenaustausch und für den Sauerstofftransport.

Da Du in der Schwangerschaft zwei Lebewesen mit diesem Element versorgen musst, steigt der Verbrauch entsprechend.

Vitamine und Spurenelemente hat die Natur in der Papaya schlau zusammengestellt. Die Frucht aus den Tropen enthält auch viel Vitamin C, das die Eisenresorption optimiert.

Vitamin B3

Dieses Vitamin, das auch unter der Bezeichnung Niacin bekannt ist, ist für viele Stoffwechselvorgänge verantwortlich und trägt auch dazu bei, Deinen Blutdruck zu senken.

Da Du in der Schwangerschaft eine erhöhte Prädisposition für einen erhöhten Blutdruck hast, kann Papaya helfen, diesen in Lot zu halten.

Da Vitamin B3 auch das Risiko einer Neurodermitis-Erkrankung bei Kleinkindern minimiert, ist die Papaya eine gute Prävention gegen diese Hauterkrankung.

Vitamin E

Ebenso wie beim Eisen, ist der Körper auf eine Zufuhr über die Nahrungsmittel angewiesen. Die Papaya stellt hier eine fruchtige Vitamin E-Quelle dar. Vitamin E stärkt Dein Immunsystem und schützt die embryonalen Zellen Deines Babys.

Auch mit diesem Vitamin kannst Du Deinen Nachwuchs schützen: In Studien wurde vielfach belegt, dass das Risiko einer asthmatischen Erkrankung bei Kindern um 20 Prozent reduziert wird, wenn das Vitamin E-Depot ihrer Mütter während der Schwangerschaft gut gefüllt ist.

Papaya in der Stillzeit

Wenn Dir reife Papayas während der Schwangerschaft gut bekommen sind, kannst Du es Dir auch in der Stillzeit schmecken lassen. Der Verzehr unreifer Papayas während der Stillzeit wird in der Ernährungswissenschaft aber kontrovers diskutiert.

Kurzum: „Nichts Genaues weiß man nicht…“ Daher solltest Du der Vorsicht halber zu reifen Früchten greifen. Diese sind ohnehin aromatischer und süßer.

Konsens herrscht aber bei den Papaya-Kernen. Da die Kerne anti-parasitäre Eigenschaften haben, könnten diese Wirkstoffe den empfindlichen Magen-Darm-Trakt Deines Babys angreifen.

Ist Nachwuchs geplant, sollte auf Papaya verzichtet werden

Wenn Du und Dein Partner Nachwuchs plant, dann ist der Verzehr grüner Papayas oder Papaya-Kerne keine gute Idee. Da das Papain das Hormon Progesteron unterdrückt, wirkt es wie ein natürliches Verhütungsmittel.

Nähstoffe pro 100 Gramm Papaya

Kilokalorien 32

Vitamin E 0, 2 mg
Vitamin B3 0, 53 mg
Vitamin C 80 mg

Natrium 2 mg
Kalium 190 mg
Calcium 20 mg
Magnesium 40 mg

Eisen 0,4 mg
Phosphor 15 mg
Zink 0,2 mg