Darum dürfen Babys ab dem achten Lebensmonat Ananas essen

Ab wann dürfen Babys Ananas essen? Babys dürfen grundsätzlich ab dem achten Lebensmonat Ananas essen. Die köstliche Tropenfrucht ist als „Vitaminbombe“ die ideale Frucht für Kinder.

Ananas gilt als die Königin der Früchte . Als „Vitaminbombe“ ist sie die ideale Frucht für Kinder. Viele Eltern stellen sich daher die Frage, ab welchem Alter ihr Nachwuchs Ananas essen darf. Von der köstlichen Tropenfrucht können Babys bereits ab dem achten Lebensmonat naschen..

Ananas bereits im ersten Lebensjahr?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Im Prinzip kann die Mama ihrem Baby Ananas geben, sobald es feste Nahrung verdauen kann. Die Umstellungsphase von Muttermilch auf feste Nahrung beginnt in der Regel ab dem sechsten Monat.

Bei Südfrüchten und insbesondere bei der Ananas ist aber Vorsicht geboten. Die leckere Frucht enthält einen hohen Anteil an Fruchtsäuren, was selbst für Erwachsene problematisch werden kann.

Bei Kinderärzten gehen die Meinungen daher auseinander. Während einige den Verzehr ab dem sechsten oder neunten Monat für unproblematisch betrachten, raten andere davon ab.

Sie empfehlen Ananas erst nach dem ersten Lebensjahr. Die Mehrheit der Mediziner hält den Verzehr ab dem achten Monat aber für unbedenklich.

Da Babys in diesem Alter noch keine Zähnchen haben, muss die Ananas aber „babygerecht“ zubereitet und püriert werden.

Wie viel Ananas darf mein Baby essen?

Auch wenn es Eltern gut meinen – sie sollten erst mit einer Mini-Portion testen, ob die Ananas vertragen wird. Allergische Reaktionen zeigen sich in Form von Hautausschlägen, Verdauungsproblemen oder geröteten Schleimhäuten.

Eine Unverträglichkeit kann sich aber nicht nur durch eine allergische Reaktion äußern. Da der Magen-Darmtrakt bei den Kleinsten noch nicht voll ausgebildet ist, können Fruchtsäure und das Enzym Bromelain mitunter nicht vollständig verdaut werden. Die Folge: ein wunder Po.

Babys sollten langsam an Obst gewöhnt werden. Da Ananas sehr viel Säure enthält, sollten Babys an andere mildere Obstsorten gewöhnt sein, bevor sie von der Ananas naschen. Selbst wenn’s dem Nachwuchs schmeckt und bekommt, sollten die Portionen nicht allzu üppig ausfallen.

Ananas – frisch serviert

Wenn das Baby seine ersten Zähne bekommt, kann Ananas auch in kleinen Stücken angeboten werden. Als „Fingerfood“ schmeckt es den Kleinsten umso besser!

Ananas kann auch hervorragend mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Das sorgt nicht nur für Abwechslung auf dem Teller – durch die Vielfalt kann die Nährstoffaufnahme optimiert werden.

Die lecke Tropenfrucht kann wunderbar unter Joghurt oder Brei gemischt werden. Da schmeckt der Nachtisch gleich doppelt so gut!

Ananas aus der Dose?

Frische Ananas ist lecker – das Aufschneiden bereitet aber auch etwas Arbeit. Daher greifen viele Konsumenten zur praktischen Konserve. Für Babys ist Konservenobst aber nicht geeignet. Es enthält zu viele künstliche Zusatzstoffe und oft eine gute Portion Zucker.

Obst aus der Dose hat einen weiteren Nachteil: Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe sind nur mit der Lupe zu finden!

Ananas Prénatal?

Mütter müssen in der Schwangerschaft in der Regel nicht auf Ananas verzichten. Weitere Informationen haben wir dir hier zusammengefasst.

Vorsicht ist aber nicht nur in der Schwangerschaft angezeigt, sondern auch in der Stillzeit. Da die Fruchtsäure in die Muttermilch übergeht, kann die Säure einen wunden Po beim Baby provozieren.

Die Ananas – ein Füllhorn an Vitalstoffen

Die Natur hat die Ananas „randvoll gepackt“ mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Neben den bekannten Vitalstoffen wie Vitamin C, Folsäure und Kalium enthält die Ananas auch Inhaltsstoffe wie Kupfer und Mangan.

Vitamin C

Vitamin C ist der Allrounder unter den Vitaminen. Es stärkt das Immunsystem, unterstützt die Produktion von Kollagen, optimiert die Resorption von Eisen und neutralisiert freie Radikale.

Eine kleine Portion Ananas kann daher nicht nur das Immunsystem der Kleinen stärken. Da Eisen an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt ist, kann sie auch zur Blutbildung beitragen.

Angesichts der vielen positiven Eigenschaften sollten Säuglinge ausreichend mit Vitamin C versorgt werden. Aber des Guten kann leicht zu viel werden. Während Erwachsene etwa 100 mg am Tag benötigen, beträgt die empfohlene Menge für Babys und Kleinkinder 25 mg am Tag.

Vitamin A – Beta-Carotin

Ananas enthält eine gute Portion an Vitamin A in Form von Beta-Carotin. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der Obst und Gemüse appetitliche Farben verleiht wie leuchtendes Rot, Orange oder Gelb.

Beta-Carotin sorgt aber nicht nur für Farbtupfer. Im Organismus wird es in Vitamin A umgewandelt. In dieser modifizierten Form reguliert es das Zellwachstum und unterstützt die Entwicklung des Gewebes. Die Pflanzenfarbstoffe sind zudem ausgezeichnete Radikalenfänger.

Vitamin B6

Dieses Vitamin ist an der Bildung der roten Blutkörperchen beteiligt. Vitamin B6 stärkt auch das Immunsystem und bewahrt die Kleinsten in der kalten Jahreszeit vor einer Schnupfennase.

Folsäure (Vitamin B9)

Folsäure ist ein wichtiges Vitamin in der Schwangerschaft, da es viele Aufgaben bei der Zellteilung übernimmt. Aber auch dann, wenn das Baby auf der Welt ist, benötigt sein junger Organismus dieses essentielle Vitamin.

Die Folsäure unterstützt das Wachstum und Gehirnfunktionen des Babys. Darüber hinaus ist es an der Blutbildung beteiligt.

Kupfer

Die Ananas enthält auch viele lebensnotwendige Spurenelement wie Kupfer. Kupfer übernimmt im Körper eine ganze Palette an Aufgaben.

Es unterstützt die Aufnahme von Eisen und trägt damit zur Bildung der roten Blutkörperchen bei. Kupfer stärkt auch das Immunsystem, sorgt für eine gesunde Haut und ist an der Wundheilung beteiligt.

Kalium

Kalium ist das „Herzmineral“. Er unterstützt die Kontraktion der Herzmuskulatur und sorgt so für eine optimale Herzfrequenz.

Das Mineral Kalium ist auch ein wichtiges Elektrolyt. Es hat die Aufgabe, Natrium und Kalzium in Balance zu halten, was sich regulativ auf den Wasserhaushalt im Organismus auswirkt.

Enzyme und Ballaststoffe

Die delikate Tropenfrucht hat neben Vitaminen und Mineralien mehr zu bieten, denn sie enthält auch viele Enzyme und Ballaststoffe.

Das Enzym Bromelain hemmt nicht nur Entzündungen, sondern regt auch die Verdauung an. In Kombination mit den Ballaststoffen wirkt es Verstopfungen entgegen, unter denen Babys häufig leiden.

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm Ananas

  • Kalorien: 50
  • Kohlenhydrate: 13 gr.
  • Ballaststoffe: 1,4 gr.
  • Kalium: 180 mg
  • Calcium: 15 mg
  • Magnesium: 15 mg
  • Eisen: 0,4 mg
  • Beta-Carotin: 60 µg
  • Folsäure: 4 µg
  • Vitamin C: 20 mg
  • Kupfer: 01, mg
  • Mangan: 0,3 mg

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