Darum sind Trüffel für Schwangere erlaubt

Sind Trüffel in der Schwangerschaft erlaubt? Schwangere können die Aromen des Trüffels in der Schwangerschaft genießen, ohne dir Sorgen zu machen. Neben seinem Geschmack enthält der Pilz vor allem Kohlenhydrate, Eiweiße und Ballaststoffe, die dir gut tun. Zudem versorgt er dich auch mit wichtigem Eisen.

Trüffel wachsen nur in weitgehend naturbelassenen Wäldern. Sie enthalten daher auch keine Krankheitserreger (wie Listerien und Toxoplasmose), die bei Massentierhaltung und Intensivlandwirtschaft auftreten.

Das Besondere an Trüffel während der Schwangerschaft

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Das Besondere am Trüffel ist der einzigartige und seltene Geschmack. Wenn dein Geschmackssinn in der Schwangerschaft intensiver ist, wirst du auch die nuancenreichen Aromen besonders genießen können.

Eine Einschränkung ist hier allerdings notwendig. Unter den rund 200 bekannten Arten gibt es nur einige Speisetrüffel und nur ganz wenige Edeltrüffel.

Letztere sind es auch, die die besonderen Emotionen und Begehrlichkeiten wecken können: Wer mehr als € 3000 pro Kilogramm bezahlt, muss in seinem tiefsten Inneren davon vom Geschmack überzeugt sein.

Unter den Edeltrüffel gibt es vor allem zwei Arten, die besonders begehrt sind:

  • Der Périgord-Trüffel (außen und innen schwarz) wird vor allem in der gleichnamigen französischen Provinz bzw. in kleineren Mengen auch in Spanien, Italien und der Schweiz gefunden.
  • Piemont-Trüffel oder auch Alba-Trüffel (außen und innen weiß) haben in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden und stammen in erster Linie aus Italien und auch Kroatien bzw. Bulgarien.

Wenn du in der Schwangerschaft Lust auf Edel-Trüffel hast, dann bist du allerdings zeitlich sehr eingeschränkt: Die Trüffelsaison ist eine kurze Saison.

Frisch und selten: Edeltrüffel während der Schwangerschaft

Trüffel sind eigentlich nur der Fruchtkörper eines Pilzes, der in Symbiose mit speziellen Bäumen lebt. Zu den Besonderheiten gehört auch, dass der Pilz sensibel auf menschliche Kulturlandschaften reagiert: Er wächst nur in weitestgehend naturbelassenen Wäldern.

Eine erfolgreiche Nachzucht ist bisher noch nicht gelungen. Trüffelfundplätze gehören damit zu den am besten gehüteten Geheimnissen der Lebensmittelbranche.

Erfahrene Trüffelsucher wissen vor allem, dass du in der Schwangerschaft den Geschmack des Edelpilzes nur im Spätherbst und Winter bekommen kannst.

Dazu kommt noch, dass Trüffel nicht lagerfähig sind und nach wenigen Tagen ihre Aromen verlieren. Für Kenner sind daher auch nur November und Dezember die einzig wahren Trüffel-Monate. Für weniger anspruchsvolle Gaumen kann die Saison allerdings von Oktober bis Jänner dauern.

Wenn dir in der Schwangerschaft außerhalb der Saison der Sinn nach Trüffel steht, hast du im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Du kannst auf weniger seltene Speisetrüffel ausweichen oder Trüffelöl einsetzen.

Speisetrüffel in der Schwangerschaft: Vertrauen zählt

Wenn von Trüffel die Rede ist, dann meinen die meisten Gourmets die beiden exquisiten Sorten aus Périgord und dem Piemont. Weniger bekannt ist, dass das größte Angebot von häufiger zu findenden Speisetrüffel stammt.

Sie sind geschmacklich nicht so intensiv, können aber immer noch mit 400 bis 500 Euro gehandelt werden. Dazu zählen vor allem:

  • Burgundertrüffel kommen aus Deutschland, Schweiz oder Frankreich, sind außen und innen bräunlich und haben eine leichte Haselnussnote.
  • Sommertrüffel sind in Süd- und Westeuropa beheimatet und haben ebenso ein braunes Fruchtfleisch; ihre Besonderheit ist, dass sie bis Mitte Mai zu finden sind.

Speisetrüffel sind auch deswegen häufiger, da es achtsamen Landwirten gelungen ist, Plantagen für sie zu schaffen. Dabei handelt es sich um spezielle Baumplantagen, die der Speisetrüffel schätzt und dort daher häufiger zu finden ist.

Damit steht in der Schwangerschaft eine Alternative zur Verfügung, wenn du außerhalb von Spätherbst oder Winter Lust darauf hast.

In jedem Fall solltest du bei Trüffel nur auf Händler setzen, zu denen du auch Vertrauen hast. Aufgrund des hohen Preises finden sich immer wieder Fälschungen am Markt. Die relativ geschmacklosen chinesischen Trüffel sind zwar ihr Geld nicht wert, sie werden dir aber auch nicht schaden.

Gefährlicher ist es, wenn du an den einen oder anderen Bovist gerätst. Sie gehören zur selben Pilzfamilie und sehen Trüffeln oft zum Verwechseln ähnlich. Im günstigsten Fall sind sie schwerverdaulich.

Kritisch kann es für dich und dein Kind in eurer Schwangerschaft werden, wenn dir etwa der Stachelsporige Mäandertrüffel angeboten wird: Er ist im rohen Zustand giftig.

Trüffelöl in der Schwangerschaft

Wir haben zum Trüffelöl in der Schwangereschaft einen eigenen Artikel verfasst. Kurz zusammengefasst, darfst du als Schwangere aber bedenkenlos zum aromatischen Öl greifen.

Fazit: Trüffel sind auch in der Schwangerschaft ein Genuss der besonderen Art

Trüffel können, wie kein anderes Lebensmittel, ein einfaches Gericht zu einem kulinarischen Höhepunkt machen. In der Schwangerschaft kannst du deinem Appetit auch hier voll vertrauen: Sowohl der rohe Alba-Trüffel als auch der gegarte Périgod-Trüffel sind ein unbedenklicher Genuss für dich.

Die Momente, in denen du entspannt sein kannst, sind während der Schwangerschaft nicht immer sehr häufig. Wenn du also Gelegenheit zu einem seltenen Trüffel-Erlebnis hast, gibt es im Grunde nur einen sinnvollen Ratschlag: Lehn dich zurück und genieße!

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