Pistazien als leckere Knabberei auch in der Schwangerschaft

Sind Pistazien in der Schwangerschaft erlaubt? Eine gute Nachricht für alle schwangeren Pistazien-Fans: Auch in der Schwangerschaft sind die leckeren Pistazien erlaubt. Die Nüsse sollten aber auf Schimmel geprüft werden.

Pistazie = die gesunde Nuss für Könige und Schwangere

Pistazien gehören zu den ältesten Kulturpflanzen. Im Altertum galt die Pistazie als „Nahrung der Könige“. Im Mittelalter fand die Pistazie ihren Weg vom nahen Osten nach Europa.

Die Pistazie gilt seit alters her als Heilmittel. Die milde und aromtische Nuss hat es in der Tat in sich: Die Natur hat sie vollgepackt mit Mineralien und Vitaminen.

Die Pistazie ist für werdende Mamas wie gemacht. Sie enthält viele B-Vitamine, die Mutter und Kind in der Schwangerschaft benötigen. Dazu gehört vor allem das Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure.

Die Pistazie: Leckerer Lieferant für Folsäure

Die Folsäure gehört zu den ultimativen Schwangerschaftsvitaminen. Dieses Vitamin übernimmt im Organismus vielfältige Aufgaben.

Folsäure ist maßgeblich an Zellteilungs- und Wachstumsprozessen beteiligt. Das Vitamin sorgt für eine gesunde Entwicklung der embryonalen Zellen und schützt das Baby vor Missbildungen.

Die Folsäure übernimmt auch wichtige Funktionen bei der Weitergabe der Erbinformationen. Darüber hinaus ist sie ein wichtiger Baustein bei der Bildung des embryonalen Nervensystems.

Folsäure ist auch an der Blutbildung beteiligt. Da sich Dein Blutvolumen in der Schwangerschaft um bis zu 40 Prozent erhöht, steigt Dein Bedarf an Folsäure entsprechend.

In der Schwangerschaft erhöht sich Dein Tagesbedarf an Folsäure von 300 auf 550 Mikrogramm. In der Stillzeit steigt er nochmals um 100 Mikrogramm.

Da 100 Gramm Pistazien 60 Mikrogramm Folsäure enthalten, kannst Du mit der leckeren Knabberei Dein Folsäure-Depot leicht auffüllen.

Pistazien stecken voller B-Vitamine (wichtig in der Schwangerschaft!)

Neben Folsäure enthalten Pistazien noch weitere Vitamine der B-Palette. Dazu gehören vor allem die Vitamine B1, B2 und B6. Diese Vitamine haben nicht nur spezifische Aufgaben. Sie sind Teil eines Orchesters, in dem sie vereint ihre volle Wirkung entfalten.

So sind B2 und B6 an der Verstoffwechselung von Folsäure und am zellulären Stoffwechsel beteiligt. Sie sorgen auch dafür, dass der werdenden Mama immer ausreichend Energie zur Verfügung steht.

Wenn Du Dich in der Schwangerschaft etwas „schlapp“ fühlst, kann eine Hand voll Pistazien Dir wieder den nötigen Schwung verleihen.

Das Vitamin B1 übernimmt in Deinem Organismus vielfältige Aufgaben. Es wird vor allem für die Zellenergie, den Nervenstoffwechsel und für die Herzmuskeltätigkeit
benötigt.

Das Vitamin B2, auch als Riboflavin bezeichnet, ist maßgeblich am Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel beteiligt. Es sorgt also dafür, dass Dein Organismus für Dich und Dein Baby die Nahrungsmittel verwerten und in Energie umsetzen kann.

Aber auch mit Kalium und Eisen kann die Pistazie bei Schwangeren punkten

Neben wertvollen B-Vitaminen haben Pistazien noch mehr zu bieten: Sie enthalten viel Kalium und Eisen. Diesen Mikronährstoffe kommt in der Schwangerschaft eine besondere Bedeutung zu.

Das Spurenelement Eisen benötigt der Organismus für den Aufbau der roten Blutkörperchen und für den Sauerstofftransport. Da Du in der Schwangerschaft zwei Lebewesen mit Blut versorgen musst, verdoppelt sich Dein täglicher Eisenbedarf von 15 auf 30 Milligramm.

Das Mineral Kalium zählt neben Magnesium, Natrium und Calcium zu den Elektrolyten. Wenn Dich der Begriff „Elektrolyte“ an den Chemieunterricht erinnert, dann liegst Du richtig!

Es handelt sich um elektrisch geladene Teilchen, die den osmotischen Druck in Deinen Zellen regulieren und so Deinen Wasserhaushalt im Gleichgewicht halten.

Da Du in Schwangerschaft zu Wasseransammlungen im Gewebe neigst, solltest Du auf eine ausreichende Versorgung mit Kalium achten.

Mit Pistazien kannst Du ganz nebenbei Dein Kaliumdepot füllen. Bereits 100 Gramm decken über ein Viertel Deines Tagesbedarfs.

Schwangere sollten aber auf Schimmel in den Pistazien achten

Nüsse und Steinfrüchte sind anfällig für Schimmelpilze. Pistazien sind besonders empfindlich. Bei den Schimmelpilzen handelt es sich um die hochtoxischen Aflatoxine, die Nieren und Leber schädigen können.

Neben dem Schimmel ist aber auch das Fett problematisch. Da Pistazien etwa 50 % Fett enthalten, werden sie schnell ranzig.

Ranzige Fette sind nicht zu unterschätzen. Sie entstehen durch Oxidation, bei der Zellgifte entstehen.

Eine faule oder ranzige Pistazie ist mit dem Auge kaum zu erkennen. Die Natur hat den Menschen aber mit feinen Sensoren ausgestattet.

Wenn Du eine „gammelige“ Nuss erwischst hast, merkst Du es am Geschmack. Diese solltest Du in keinem Fall essen, sondern schnell „entsorgen“.

Tipps für den Pistazien-Einkauf

Wenn Du beim Einkauf eine Tüte mit ranzigen Pistazien „erwischt“ hast, ist das ärgerlich. Du kannst frische Ware aber gut erkennen: Sie haben eine satte grüne Farbe.

Neben der Farbe ist aber auch die Verpackung ein guter Indikator. Wenn die Pistazien in einer lichtundurchlässigen Verpackung angeboten werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines Schimmelbefalls gering.

Gesalzene oder naturbelassene Pistazien – was ist besser für Schwangere?

Pistazien werden im Handel auf zweierlei Art angeboten: Naturbelassen und ungesalzen sowie geröstet und gesalzen. Zugegeben, das Salz und die Röststoffe verleihen den milden Pistazien ihr besonderes Aroma.

Salz ist besser als sein Ruf. Der Organismus benötigt dieses Mineral. Nicht umsonst wurde Salz im Mittelalter mit Gold aufgewogen.

In der Schwangerschaft reguliert Salz nicht nur Deinen Wasserhaushalt. Es unterstützt auch die Entwicklung des Uterus und die Deines Babys.

In der Schwangerschaft wird Frauen eine tägliche Menge von etwa 3,8 Gramm empfohlen. Die Obergrenze liegt bei knapp 6 Gramm.

Wie bei allen Substanzen gilt aber auch für Salz die Regel: „Die Menge macht das Gift.“ Jeden Tag eine ganze Tüte gesalzene Pistazien zu verputzen, ist daher keine gute Idee. Eine Hand voll gesalzener Pistazien darfst Du aber gerne vernaschen.

Ab wann darf Dein Kind Pistazien essen?

Im Prinzip ist gegen Pistazien nichts einzuwenden, denn sie versorgen Dein Kind mit wichtigen Vitalstoffen. Sie stellen auch eine gute Alternative zu Chips & Co. dar.

Pistazien und Nüsse bergen aber eine andere Gefahr: Aufgrund ihrer Größe sind sie lungengängig. Daher sollten Kleinkinder unter vier Jahren keine ganzen oder grob gehackten Pistazien bekommen.

Wenn Du Pistazien unter den Brei oder das Müsli mischst, solltest Du sie zuvor feinmahlen.

Kleinkinder vertragen Salz nur in kleinen Mengen. Vor ihrem ersten Lebensjahr sollten sie maximal 1 Gramm zu sich nehmen. Da diese Menge schnell erreicht ist, solltest Du Deinem Nachwuchs nur naturbelassene Pistazien anbieten.

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm Pistazien

Kalorien 602
Fett 52 g
Protein 18 g
Vitamin E 5,2 mg
Vitamin B1 0,70 mg
Vitamin B2 0,20 mg
Vitamin B6 0,25 mg
Folsäure 60 µg
Phosphor 500 mg
Kalium 1020 mg
Natrium 5 mg
Magnesium 160 mg
Calcium 135 mg
Zink 1,4 mg
Eisen 7,5 mg