Buttermilch als Powerdrink in der Schwangerschaft

Ist Buttermilch in der Schwangerschaft erlaubt? Buttermilch ist in der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern sogar empfohlen. Sie wird aus pasteurisierter Milch hergestellt und ist daher frei von Krankheitserregern wie Listerien.

Darum ist Buttermilch für Schwangere gesund

Buttermilch galt bis vor 100 Jahren als „Abfallprodukt“ der Butterherstellung. Das änderte sich, als findige Milchbauern das gesunde Potential der Buttermilch erkannten.

Doch wie wird Buttermilch eigentlich hergestellt? Buttermilch ist ein Bestandteil, der bei der Herstellung von Butter abgesondert wird.

Bei der Butterung wird der Rahm so lange geschlagen, bis sich Fettkügelchen zu Butterkörnern zusammenballen.

Die in den Körnern enthaltene Flüssigkeit wird dann durch Zentrifugieren getrennt – übrig bleibt die gesunde Buttermilch.

Dieses „Abfallprodukt“ hat es in sich! In der Buttermilch konzentrieren sich alle Vitalstoffe, die die Milch zu bieten hat. Buttermilch enthält viele Inhaltstoffe, die die werdende Mama und ihr Baby benötigen.

Neben Proteinen enthält sie auch Mineralstoffe wie Calcium und Kalium. Hinzu kommen die Vitamine D, E und K sowie viele Vitamine der B-Gruppe.

Ein Vorteil der Buttermilch ist der niedrige Energiegehalt. So enthalten 100 Milliliter maximal 35 Kalorien. Wenn Du einen Becher Buttermilch konsumierst, wird der Zeiger Deiner Waage daher nicht in den roten Bereich wandern.

Buttermilch und „reine“ Buttermilch – Worin besteht der Unterschied für Schwangere?

Im Handel werden „Buttermilch“ und „reine Buttermilch“ angeboten. Wer im Kühlregal zu einem Becher Buttermilch greift, wird aller Wahrscheinlichkeit nach den Unterschied nicht kennen.

Was kaum ein Verbraucher weiß: die beiden Produkte unterscheiden sich maßgeblich. Buttermilch ist ein Nachahmerprodukt, das seinen Namen kaum verdient.

Als „Buttermilch“ gekennzeichnete Produkte werden aus entrahmter Milch hergestellt, die mit Milchsäurebakterien versetzt wird. Einigen Sorten wird 15 % Magermilchpulver und 10 % Wasser hinzugegeben.

Wenn Du das ganze Potential ausschöpfen möchtest, solltest Du ausschließlich zu „reiner Buttermilch“ greifen. Nur sie enthält alle wertvollen Inhaltsstoffe, die Du insbesondere in der Schwangerschaft benötigst.

Nährstoffe für den Zellaufbau deines Babys

Buttermilch liefert wertvolles Milcheiweiß, das Dein Baby benötigt, um gesund heranzuwachsen. Das Milcheiweiß enthält alle essenziellen Aminosäuren, die der Organismus für den Zellaufbau benötigt.

Buttermilch enthält auch viel Zink. Dieses Mineral ist maßgeblich am Aufbau der Haare und der Nägel beteiligt. Zink übernimmt auch wichtige Funktionen bei der Bildung von Wachstumshormonen und bei der Zellteilung.

Ab dem zweiten Trimester erhöht sich Dein Zinkbedarf um etwa 40 %. Eine Unterversorgung stellt bei Schwangeren daher keine Seltenheit dar. Wenn Du Dir ein Glas Buttermilch schmecken lässt, kannst Du Dein Depot füllen und Dein Baby mit Baumaterial für seine Zellen versorgen.

Buttermilch hilft gegen Heißhunger und Hitzewallungen in der Schwangerschaft

Du hast bereits für zwei gefrühstückt, aber immer noch Appetit auf Apfelkuchen, Oliven oder Gummibärchen? Da Proteine einen hohen Sättigungseffekt haben, ist
ein Glas Buttermilch ein ultimatives Mittel gegen Heißhungerattacken.

Viele Frauen leiden insbesondere in den ersten Wochen der Schwangerschaft unter Hitzewallungen. Mitunter kommt es auch zu spontanen Schweißausbrüchen.

Wenn Du zu den Leidtragenden gehörts, kann Buttermilch wahre Wunder wirken, denn sie hat eine besondere Eigenschaft: Sie kühlt den Körper von innen.

So kannst Du mit einem leckeren Buttermilch-Shake oder einem Buttermilch-Smoothie Deinen Körper wieder „herunterkühlen“.

Buttermilch bringt den Darm in Schwung

Bei einer Schwangerschaft stellt sich der Organismus ganz auf das Baby ein. Er bildet verstärkt Schwangerschaftshormone wie Progesteron, die Muskeln, Bänder und Bindegewebe lockern.

Da der Darm aus einem großen Muskel besteht, wird auch seine Aktivität durch das Progesteron verlangsamt. Die Folge: Nichts geht mehr. Mitunter stellen sich auch unangenehme Blähungen ein.

Die in der Buttermilch enthaltenen Milchsäurebakterien wirken Wunder. Sie kurbeln nicht nur Deine Verdauung auf natürliche wieder an. Sie machen auch den Bakterien den Garaus, die für die Bildung von Blähgasen verantwortlich sind.

Eine gesunde Darmflora stärkt auch Dein Immunsystem. Die Milchsäurebakterien machen in Deinem Darm einen regelrechten Kehraus, bei dem Giftstoffe und schädliche Fäulnisbakterien ausgeleitet werden.

Buttermilch hilft in der Schwangerschaft beim Knochenaufbau

Buttermilch liefert Deinem Baby viele Bausteine, die es für den Aufbau seines Skelettsystems benötigt. Dazu gehören vor allem Calcium und Phosphor.

Mit einem Becher Buttermilch von 500 Milliliter kannst Du bereits die Hälfte Deines täglichen Bedarfs an Calcium und Phosphor decken.

Aber mehr noch: Buttermilch ist perfekt zusammengestellt, denn sie enthält auch die Mikronährstoffe Magnesium und Vitamin K, die die Aufnahme von Calcium optimieren.

Phosphor unterstütz Deinen Körper auch bei der Regulation des Säuren-Basen-Haushaltes. Damit schützt Du Dich und Dein Baby vor Übersäuerung und reduzierst damit die Anfälligkeit für Allergien.

Buttermilch reguliert (leicht) Deinen Blutdruck in der Schwangerschaft

Der erfrischende Powerdrink kümmert sich auch um Deinen Blutdruck. Da etwa jede zehnte Frau in der Schwangerschaft unter erhöhtem Blutdruck leidet, ist dieser Aspekt von besonderer Bedeutung.

Aber wie kann Buttermilch eine Schwangerschaftshypertonie lindern? Buttermilch enthält die Mineralien Kalium, Calcium und Magnesium, die zu den so genannten Elektrolyten gehören.

Die Elektrolyten halten Deinen Wasserhaushalt im Lot, was sich wiederum positiv auf Deinen Blutdruck auswirkt. Ein ausgeglichener Wasserhaushalt lindert auch Ödeme, die insbesondere im dritten Trimester auftreten.

Wellness von innen

Werdende Mamas blühen in der Schwangerschaft förmlich auf. Die Haare werden dichter und die Haut gewinnt an Spannkraft. Bei vielen Frauen verhält es sich jedoch anders – die Haare werden spröde und die Haut wirkt fahl.

Buttermilch enthält viele „Schönheitsvitamine“ wie Biotin, Vitamin B12 und das Mineral Zink. Diese „Wellnessstoffe“ kräftigen Haut und Haare und sind eine Schönheitskur von innen.

Ab wann dürfen Babys und Kinder Buttermilch trinken?

Milchprodukte wie Buttermilch sind hochwertige Lebensmittel. Was liegt da näher, als dem Nachwuchs Buttermilch anzubieten? Hier ist aber Vorsicht geboten.

Kleinkinder können Proteine noch nicht optimal verwerten. Wenn sie in den ersten Lebensmonaten neben der Muttermilch zusätzliche Proteine erhalten, müssen ihre Nieren regelrecht Schwerstarbeit leisten.

Kinder sollten daher erst ab ihrem ersten Lebensjahr Milchprodukte konsumieren. Alle lebensnotwendigen Nährstoffe erhalten sie über die Muttermilch. Diese wurde von der Natur perfekt zusammengestellt und enthält alles, was Babys benötigen, um gesund heranzuwachsen.

Ab dem 12. Monat kann Dein Kind von Deiner Buttermilch naschen. Da sie weniger Laktose enthält als Vollmilch, ist sie sogar besonders gut verträglich.

Inhaltsstoffe pro 100 Milliliter Buttermilch

Kalorien 35
Fett 0,6 g
Proteine 3,5 g
Calcium 109 mg
Natrium 105 mg
Kalium 151 mg
Magnesium 11 mg
Eisen 0,1 mg
Zink 500 μg
Phosphor 90 mg
Vitamin B1 0,03 mg
Vitamin B2 160 μg
Vitamin B6 18 μg
Vitamin K 1 µg