Büffelmozzarella in der Schwangerschaft

Lange Zeit war er hierzulande der Luxuskäse aus Italien: der Mozzarella di Bufala, bei uns Büffelmozzarella genannt. Heute ist der Frischkäse aus Büffelmilch schon öfter zu haben und für viele Schwangere ist er die einzige Wahl, wenn Tomaten, Basilikum und Olivenöl nach einer passenden Krönung verlangen.

Der Büffelmozzarella hat aber gerade in der Schwangerschaft auch einen schlechten Ruf. Wenn du zu den Genießerinnen des besonderen Geschmacks und der einzigartigen chremigen Konsistenz gehörst, stellt sich natürlich die Frage: Wie gesund ist Büffelmozzarella?

Ist Büffelmozzarella in der Schwangerschaft erlaubt?

Ja, der Büffelmozzarella hat gegenüber Kuhmilchkäse mehr Mineral- und Vitalstoffe und ist eine gesunde Alternative während der Schwangerschaft. Früher wurde er oft aus unbehandelter Milch erzeugt und war für Schwangere ein Infektionsrisiko. Heute wird meistens pasteurisierte Milch zur Herstellung verwendet.

Büffelmozzarella ist für dich in der Schwangerschaft nur dann problematisch, wenn du eine Laktoseintoleranz hast. Der Milchzucker der Büffelmilch kann in diesem Fall, so wie bei Kuhmilch, zu Beschwerden führen.

Warum ist Büffelmozzarella bei Schwangeren so beliebt?

Für viele ist der italienische Käse aus Wasserbüffelmilch der Inbegriff von Mozzarella. Der Grund dafür liegt im besonderen Geschmack der Milch. Sie schmeckt süßlicher als Kuh- oder Schafsmilch und hat einen höheren Fettgehalt.

Empfohlener Artikel: Ist Mozzarella in der Schwangerschaft erlaubt?

Ansonsten sind die Nährwerte der Milcharten sehr ähnlich (pro 100 Gramm):

  • Büffelmilch: 108 kcal, 4 Gramm Eiweiß, 5 Gramm Kohlenhydrate (Milchzucker), 8 Gramm Fett
  • Kuhmilch: 65 kcal, 3 Gramm Eiweiß, 4,8 Gramm Kohlenhydrate, 3,5 Gramm Fett

Büffelmilch enthält auch mehr Mineral- und Vitalstoffe. Sie ist daher eine gute Alternative für dich während deiner Schwangerschaft. Der höhere Fettgehalt spielt natürlich eine wichtige Rolle: Er sorgt für den vollen und besonderen Geschmack des Büffelmozzarella und sollte daher in Maßen genossen werden.

Der Begriff „Mozzarella“ wird übrigens durch die Art der Herstellung abgeleitet. Bei der „mozzatura“ wird der Käse „per hand abgeschlagen“ und bekommt die besondere Kugelform. Daher sind auch Kuh- und Schafsmilch-Käse, die so hergestellt werden, legitime Träger des Namens Mozzarella.

Welche Vorteile bietet Büffelmozzarella in der Schwangerschaft?

Büffelmilch ist in Süditalien ein traditionelles Lebensmittel. Obwohl herkömmliche Kuhmilch wesentlich günstiger zu haben ist, gehören Wasserbüffel und Büffelmilchprodukte heute mehr denn je zur typischen Landschaft.

Der Grund liegt eindeutig darin, dass der besondere Geschmack und die gesunden Nährwerte eine attraktive Symbiose bilden.

In deiner Schwangerschaft kannst du also nicht nur vom süßen und sämigen Genuss von Büffelmozzarella profitieren, sondern auch von seinen Inhaltsstoffen.

Du findest darin wichtige Vital- und Mineralstoffe, die für dich und dein Ungeborenes besonders gesund sind:

  • Vitamine A, B1, B2, B6, K …
  • Calzium, Kalium, Magnesium, …

Gegenüber Kuhmilch sind die Nährstoffe in Büffelmilch in höheren Mengen enthalten. Sie sind sowohl für den Stoffwechsel, den Elektrolythaushalt als auch für ein gesundes Knochenwachstum essenziell.

Die Milch des Wasserbüffels ist damit ein besonders gesundes Lebensmittel für werdende Mütter.

Worauf ist bei Büffelmozzarella in der Schwangerschaft zu achten?

Eine klassische Käse-Pizza oder Tomaten mit Basilikum und Mozzarella sind für viele nur mit Büffelmozzarella vorstellbar. Neben dem höheren Preis solltest du in der Schwangerschaft aber auch auf die Qualität und Herkunft achten.

In der klassischen Form wird der „Mozzarella di Bufala Campana“ aus nicht behandelter Milch hergestellt. In der Schwangerschaft ist das ein Problem, da dadurch ein Infektionsrisiko durch Mikroorganismen (Listerien bzw. Listeriose) besteht, dass für normale Erwachsene problemlos ist.

Empfohlener Artikel: Ist Burrata in der Schwangerschaft erlaubt?

Da Produkte aus nicht behandelter Milch auch eine geringere Haltbarkeit haben, ist der Büffelmozzarella, den du hierzulande bekommst, aber mittlerweile meist aus pasteurisierter Milch gemacht. Ein prüfender Blick auf das Etikett ist dennoch ratsam.

Zudem gibt es aber auch Qualitätsunterschiede. Auch der Büffelmozzarella mit dem DOP-Herkunftssiegel (Denominazione d’Origine Protetta) ist aufgrund zu hoher Dioxin-Belastung immer wieder in der Kritik. Die Situation hat sich in den letzten Jahren aufgrund verstärkter Qualitätskontrollen zwar erheblich gebessert, dennoch solltest du eher auf vertrauenswürdige Qualitätsprodukte setzen.

In letzter Zeit ist Büffelmozzarella vor allem aufgrund der unwürdigen Bedingungen der Tierhaltung in einigen süditalienischen Großbetrieben in Verruf geraten. Nicht zuletzt deswegen haben sich Schweizer und auch deutsche Büffelzüchter mit ihren Produkten immer stärker in den Vordergrund gespielt. Ihre Mozzarella-Kreationen schaffen es auch immer häufiger, begehrte Käse-Wettkämpfe zu gewinnen.

Du bist in der Schwangerschaft auf jeden Fall auf der sicheren Seite, wenn du auf zertifizierte Bio-Produkte vertraust.

Ist Büfffelmozzarella in der Stillzeit ein Problem?

Ganz und gar nicht! Milch und Milchprodukte gehören eindeutig zu den empfohlenen Lebensmitteln für werdende und stillende Mütter. Die essenziellen Vital- und Mineralstoffe sind nicht nur für Ungeborene sondern auch für Säuglinge ein wahrer Wachstumsturbo.

Das, was für Kuhmilch-Produkte gilt, gilt umso mehr für Büffelmilch-Produkte. Durch die höhere Konzentration von Vitaminen und vor allem Calcium bzw. Magnesium gehört Büffelmozzarella und auch Büffelmilch-Joghurt zu den leckeren und gesunden Alternativen.

Milch und Milchprodukte sind allerdings als Babynahrung mit Vorsicht zu handhaben; natürlich mit Ausnahme der Muttermilch oder Muttermilchersatzprodukten. Der hohe Proteingehalt ist für den jungen Stoffwechsel noch nicht optimal, und das gilt auch für Büffelmozzarella. Als normaler Bestandteil der täglichen Ernährung ist er ab dem zweiten Lebensjahr grundsätzlich kein Problem.

Büffelmozzarella: Eine leckere und gesunde Alternative der Schwangerschaft

Wenn du zu den Liebhaberinnen des Frischkäse aus der Milch des Wasserbüffel gehörst, wirst du es wahrscheinlich bereits wissen: Büffelmozzarella ist genauso lecker wie gesund.

Er kann seine Namensvetter aus Schafs- und Kuhmilch nicht nur aufgrund des besonders cremigen und vollen Geschmacks schlagen. Die Konzentration von Kalzium und Vitaminen, die er mitbringt, sind für dich auch in der Schwangerschaft ausgesprochen wertvoll.

Ein sorgsamer Blick auf die Herkunft ist bei Tomaten mit Mozzarella angeraten, da es gelegentlich noch Büffelmozzarella aus nicht behandelter Milch gibt. Auf der Käsepizza ist er sowieso nur Genuss: Auf einer knusprig gebackenen Pizza überlebt der Geschmack – aber keine Mikroorganismen.

1 Gedanke zu „Büffelmozzarella in der Schwangerschaft“

Kommentare sind geschlossen.