Avocado in der Schwangerschaft

Die Avocado hat unsere Küche erobert, wie kaum ein Lebensmittel zuvor und gehört zu den beliebtesten Früchten gerade auch in der Schwangerschaft. Doch sind sie in der Guacomole, als Snack mit Tomaten oder einfacher Brotaufstrich für dich als werdende Mutter wirklich empfehlenswert?

Genauso oft, wie sie auf der Empfehlungsliste für Schwangere zu finden sind, gibt es auch kritische Stimmen. Was hat es damit auf sich und wie gesund sind Avocados für dich?

Sind Avocados in der Schwangerschaft erlaubt?

Avocados kannst du ohne Bedenken während deiner Schwangerschaft genießen. Sie enthalten eine Vielzahl an Vitalstoffen und guten, ungesättigten Fettsäuren und sind daher ausdrücklich erlaubt. Eine Avocado alleine liefert dir beispielsweise bis zu 20 % an wichtigen Vitamin K oder Folsäure.

Bei einer fleischarmen Diät bzw. in der veganen Küche versorgen Avocados dich und dein Ungeborenes mit wichtigen Vitamin B-Komplexen und liefern mehr Kalium als Bananen. Für Schwangere gehören sie eindeutig zu den empfohlenen Lebensmitteln. Dieser Meinung schliessen sich auch Fachpersonen an.

Was sind die Vorteile von Avocados in der Schwangerschaft?

Warnende Stimmen meinen oft, Avocados sind für Schwangere nur ein weiterer Fettlieferant. Das ist richtig, mit rund 230 kcal pro 100 Gramm gehören Sie zu den energiereichen Früchten. Ihre Fette gehören allerdings zu den gesündesten, die die Natur zu bieten hat.

Avocados bestehen zum Großteil aus ungesättigten Fettsäuren, die dabei helfen, zu hohe LDL- Cholesterinwerte zu senken. Die fettreiche Frucht gilt damit als hervorragender Ersatz für Butter. Zudem beinhaltet sie nur wenig Kohlenhydrate und reichlich Ballaststoffe.

Ihre wichtigsten Vorteile liefert dir die Avocado in der Schwangerschaft aber aufgrund ihrer vielen essenziellen Inhaltsstoffe. Eine Avocado alleine deckt den täglichen Bedarf an zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffe:

  • Vitamin K: 25% des Tagesbedarfs
  • Folsäure: 20% des Tagesbedarfs
  • Kalium: 15% des Tagesbedarfs
  • Vitamin B5 und B6: 15% des Tagesbedarfs

Die Avocado hat zu Recht einen vorderen Platz in der Empfehlungsliste von Ernährungsberatern erobert. Die wesentlichste Eigenschaft ist aber ihr Geschmack. Er harmoniert sowohl mit pikanten als auch süßen Speisen.

Sie wird immer öfter als Brotaufstrich und als Fettbasis für Kuchen und Cookies eingesetzt. Wenn du in deiner Schwangerschaft gerade die Zeit der wechselnden Gelüste erlebst, hast du mit der Avocado ein flexibles Lebensmittel. Es kann dich auf gesunde Weise begleiten.

Welche Nachteile haben Avocados?

Die Avocado ist in deiner Schwangerschaft eine echte Bereicherung. Sie schmeckt ausgesprochen lecker, ist vielseitig einsetzbar und bietet die die wichtigsten Nährstoffe, die du und dein Kind benötigen. Wenn du bereits zu den Genießerinnen gehörst, die die Frucht auf ihrer Favoritenliste haben, bist du in guter Gesellschaft.

In den letzten Jahren ist sie aber auch als Infektionsrisiko in Verruf geraten. Bei Stichprobenuntersuchungen werden immer wieder Listerien an der Schale festgestellt. Der Grund dafür liegt nicht an der Frucht. Die Keime geraten während der Verarbeitung und des Transportes auf die Avocado.

Die wachsende Beliebtheit hat zu einem großen Zuwachs an Avocado-Plantagen geführt. Sehr oft handelt es sich dabei um unverantwortliche Großbetriebe, die gerade in Mexiko durch illegale Abholzungen entstehen.

Du solltest daher vor allem in der Schwangerschaft gekaufte Avocados immer mit warmem Wasser abspülen. Damit verhinderst du, dass die Mikroorganismen an der Schale bei der Zubereitung mit dem Fruchtfleisch in Berührung kommen.

Ein Blick auf die Herkunft kann für dich in der Schwangerschaft daher nicht nur einen nachhaltigen, sondern auch gesunden Effekt haben. Auf der noch sicheren Seite bist du, wenn du auf Avocados aus biologischem Anbau vertraust.

Worauf solltest du bei Avocados in der Schwangerschaft achten?

Sehr wahrscheinlich hast du schon bemerkt, dass die Beliebtheit der Avocado auch zu einer Vielfalt an Sorten geführt hat. Hierzulande findest du vor allem diese Arten in der Gemüsetheke:

  • Die Beliebteste: Fuerte hat eine raue, grüne Schale und eine ausgeprägte Birnenform.
  • Die Aromatischste: Hass (Black Sensation) ist dunkel, wenn sie reif ist und hat den intensivsten Nuss-Geschmack.
  • Die Leichteste: Nabal ist rund mit glatter Schale und hat den niedrigsten Fettgehalt.

Die Frage, welche dieser Sorten am besten in deine Guacamole während der Schwangerschaft passt, ist eine reine Geschmackssache. In puncto Nährwerte sind alle empfehlenswert. Den Kern solltest du aber bei allen Arten entsorgen.

Eine beliebte moderne Legende ist, dass auch der Kern, getrocknet und zu Pulver verarbeitet, einen hohen Nährwert besitzt. Richtig ist, dass er Vitalstoffe beinhaltet. Er hat aber auch eine Reihe von unbekömmlichen Inhaltsstoffen, die dir und deinem Kind schaden. Auch bei Superfoods solltest du daher nicht jedem Gerücht Glauben schenken.

Wichtig ist auch, dass du nur reife Früchte verarbeitest. Sie schmecken am besten und haben die besondere cremige Konsistenz. Du kannst unreife Avocados schneller nutzen, wenn du sie in der Nähe von Äpfeln oder Bananen lagerst. Durch das Reifegas Ethen wird die Reifung beschleunigt.

Ist die Avocado während der Stillzeit empfehlenswert?

Die grüne Frucht mit lateinamerikanischen Wurzeln ist für werdende und stillende Mütter gleichermaßen gesund. Das, was dir schon in der Schwangerschaft gut tut, kann dich auch durch die Stillperiode begleiten:

  • eine Vielfalt an Vitaminen und Mineralstoffen
  • der hohe Anteil an Ballaststoffen
  • und gesunde Fettsäuren

Vor allem die Vitamin B-Komplexe können dir einen guten Dienst erweisen. Sie stärken dein Nervensystem auch in den Zeiten, wenn die Liebe zu deinem Kind von der Müdigkeit durchwachter Nächte begleitet wird.

Sind Avocados als Babynahrung geeignet?

Ja, Avocados sind eine sehr gute und empfehlenswerte Basis für einen Baby-Brei (hier geht es zu unserem leckeren Rezept). Die Inhaltsstoffe können deinem Kleinen schon ab dem siebenten oder achten Lebensmonat gut tun.

Der besondere Geschmack eignet sich zur Kombination mit anderen Früchten. Mit Birnen vermischt, ergibt das eine sehr gut schmeckende Baby-Mahlzeit. Mit der Verwendung von Gewürzen oder Knoblauch solltest allerdings zuwarten. Erst ab dem zweiten Lebensjahr ist der Stoffwechsel deines Kleinen fit genug, damit umzugehen.

Fazit: Avocado als Superfood für Schwangere

Die zahlreichen Inhaltsstoffe der Avocado liefern dir in der Schwangerschaft eine Kombination, die nur wenige Früchte zu bieten haben: ein feiner Geschmack mit enormem Gesundheitspotential.

Auch bei der Zubereitung scheint die Avocado keine Grenzen zu kennen. Als Brotaufstrich und zu Guacamole verarbeitet kennen wir sie schon länger. In den letzten Jahren ist sie aber auch immer öfter als Basis für Kuchen oder auch für Schoko-Pudding in kreativen Rezepten zu finden.

Bei sorgsamem Umgang musst du dir in der Schwangerschaft keine Sorgen wegen Infektionen machen. Du kannst sie bedenkenlos genießen und auch dein Kind profitiert von den zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen.